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Kidnapping: Allianz will Lösegeld-Versicherungen anbieten

zuletzt aktualisiert: 27.07.2009 - 07:40

Hamburg (RPO). Die Allianz hat eine neue Geschäftsidee entdeckt und will in das Geschäft mit Lösegeldversicherungen einsteigen. "Wir wollen die Verträge nach der Sommerpause im September anbieten", sagte der Chef der Abteilung Financial Lines beim Spezialversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), Hartmut Mai.

Der Allianz-Konzern geht neue Wege.  Foto: ddp, ddp
Der Allianz-Konzern geht neue Wege. Foto: ddp, ddp

Mit den Policen können sich dem Bericht  der "Financial Times Deutschland" zufolge Firmen vor dem Risiko schützen, dass ihre Mitarbeiter auf Dienstreisen im Ausland entführt werden. Der Versicherer zahlt laut "FTD" das Lösegeld und die Kosten für einen Krisenmanager. Es werden Tipps zur Prävention gegeben und im Ernstfall bei den Lösegeldverhandlungen geholfen. Zielgruppe für die Versicherungen sind laut Mai DAX-Konzerne sowie größere Mittelständler und Familienunternehmen.

AGCS-Sprecherin Annika Schünemann sagte, angepeilt sei die Einführung der Versicherungen im vierten Quartal dieses Jahres. Das Produkt sei noch in der Entwicklung. Deswegen könne man noch keine Einzelheiten nennen.

Auch Krisenmanagement

Die Sprecherin des Firmenkundengeschäftes der Allianz Deutschland AG, Annette Rissmann, sagte, das Unternehmen biete schon seit elf Jahren die Kidnapping-Versicherungen an. Neu sei, dass auch die Tochter AGCS die Policen verkaufe. Möglich war bislang die Versicherung gegen Erpressung, Entführung und Freiheitsberaubung - und zwar für einzelne Personen als auch für ganze Unternehmen. Rissmann betonte, es gehe nicht allein darum, die Lösegeldsumme abzusichern. Enthalten sei auch immer Krisenmanagement. "Das kann man nicht voneinander trennen."

In der Vergangenheit wurden schon öfters Mitarbeiter deutscher Firmen im Ausland entführt, etwa die Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke im Jahr 2006 im Irak sowie die Deutschen Rüdiger Diedrich und Rudolf Blechschmidt ein Jahr später in Afghanistan.

Quelle: AFP/can

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