Jungfernflug: Am Mittwoch soll Europas neuer Stolz erstmals fliegen
zuletzt aktualisiert: 25.04.2005 - 10:04Paris (rpo). Noch zwei Tage bis zum ersten Flug: Der neue Riesen-Airbus A380 soll am Mittwoch zu seinem Jungfernflug starten, wie der europäische Flugzeugbauer am Montag mitteilte. Das rund 600 Tonnen schwere Flugzeug soll vom Flughafen Toulouse-Blagnac in Südfrankreich abheben. Ob der Airbus A380 aber wirklich fliegt und dies auch so effizient wie geplant, ist selbst für ihre Macher noch nicht sicher.
"Ich bin zuversichtlich, dass die Maschine fliegt", sagt Flugtest-Ingenieur Manfred Birnfeld, der beim Erstflug am Mittwoch mit an Bord ist, der "Financial Times Deutschland" und gibt sich damit eher zurückhaltend optimistisch. Wenn die Wetterbedinungen stimmen, soll der Airbus mit einem Gewicht von 400 Tonnen nach 1.500 Meter auf der Rollbahn mit der Nase abheben.
Von enormer Bedeutung für Airbus und das bislang auch unsicherste am Testflug: Stolz warb der europäische Flugzeugbauer damit, dass der Super-Airbus auf 100 Kilometer weniger als 3 Liter Kerosin pro Passagier verbrennt. Sollte sich in der Praxis ein höherer Verbrauch festgestellt werden, geht das zu Lasten der Profitabilität des neuen Modells.
Makaber aber sicher korrekt: "Würde Airbus den ersten Flieger verlieren, wären die sechs Peoples, die drinsaßen, wohl das kleinste Problem", gibt Birnfeld zu denken. Sicherheitshalber aber sind alle Beteiligten des Testflugs mit Fallschirmen ausgerüstet.
Der A380 soll als größtes Passagierflugzeug der Welt den Jumbo Jet von US-Erzrivalen Boeing überflügeln. Die Maschine ist für 555 bis rund 800 Passagiere ausgelegt. Ihre Erstauslieferung ist für den Sommer 2006 geplant, die Fluggesellschaft Singapore Airlines will mit dem A380 zum ersten Mal im Linienverkehr abheben.
Ursprünglich hätte der Jungfernflug im März stattfinden sollen. In den vergangenen Wochen wurden in Toulouse Roll- und Bremstests mit dem ersten Serienmodell des A380 ausgeführt. Daran war neben den französischen Testpiloten Claude Lelaie und Jacques Rosay auch der deutsche Bordingenieur Manfred Birnfeld beteiligt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
