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Online-Versandhändler
Verdi ruft zu Streik bei Amazon in Koblenz auf

Hochbetrieb im Weihnachtsgeschäft bei Amazon
Hochbetrieb im Weihnachtsgeschäft bei Amazon FOTO: nn
Koblenz. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter des Online-Versandhändlers Amazon in Koblenz zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen. Hintergrund der Arbeitsniederlegungen ist ein seit langem schwelender Streit um einen Tarifvertrag für die Amazon-Beschäftigten in Deutschland.

 Die Gewerkschaft teilte in der Nacht zum Montag mit, der Ausstand habe um Mitternacht begonnen und solle bis Donnerstagfrüh andauern. 

"Die Beschäftigten in Koblenz geben nicht klein bei", erklärte Verdi-Vertreter Hans Kroha. Sie setzten sich weiter dafür ein, dass Amazon "über faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen" mit der Gewerkschaft reden müsse. Der Online-Händler müsse mit weiteren Streiks - auch während des Weihnachtsgeschäfts - rechnen, wenn er keine "erkennbare Bereitschaft" zu Verhandlungen zeige.

In den deutschen Amazon-Versandzentren wird seit April 2013 immer wieder gestreikt. Verdi will für die Beschäftigten Verträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Der US-Konzern verweist hingegen regelmäßig darauf, das Unternehmen bezahle in den Logistikzentren Lohn "am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist".

(lsa/AFP)
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