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Konkurrenz für Paketdienste wächst
Amazon least Flugzeug-Flotte für US-Paketzustellung

Amazon least Flugzeug-Flotte in den USA
Amazon will die Paketzulieferung möglichst in eigene Hände nehmen. FOTO: dpa, Jan-Philipp Strobel
New York. Der Onlinehändler Amazon macht den Paketdiensten zunehmend Konkurrenz. Die Firma habe 20 Boeing-Frachtflugzeuge für die Dauer von fünf bis sieben Jahren geleast, teilte die US-Leasingfirma ATSG mit.

Der Onlinehändler habe zusätzlich zu den 20 geleasten Flugzeugen bei der US-Leasingfirma auch die Option, mit knapp 20 Prozent ein großer Aktionär bei ATSG zu werden. Diese Option kann Amazon in den kommenden fünf Jahren ziehen.

Amazon arbeitet seit längerem daran, seine Abhängigkeit von den etablierten Paketdiensten wie UPS oder FedEx - in Deutschland vom Marktführer Deutsche Post DHL - zu verringern. Das Paketaufkommen steigt mit dem Boom des Onlinehandels stetig. In Großstädten baut Amazon eigene Lieferdienste auf, um die Bestellungen noch am selben Tag ausliefern zu können; auch mit Hilfe von Drohnen möchte der Konzern künftig die Kunden beliefern. 

Mitte Januar erhielt die chinesische Tochter von Amazon von der US-Seefrachtbehörde eine Lizenz. Sie erlaubt dem Onlinehändler, Ladekapazitäten auf Frachtern zu kaufen. Profitieren werden laut dem US-Branchendienst vor allem chinesische Unternehmen, die ihre Waren in den Westen verkaufen.

Für die Paketdienste ist Amazon ein wichtiger Kunde. In Deutschland arbeitet das US-Unternehmen einem Medienbericht zufolge am Aufbau eigener Packstationen. Das hat Amazon Deutschland aber bislang nicht bestätigt.

(haka/AFP)
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