Kapitalspritze vom US-Staat: American Express bekommt Milliarden-Hilfen
zuletzt aktualisiert: 24.12.2008 - 09:24New York (RPO). Das durch die Finanzkrise angeschlagene US-Kreditkartenunternehmen American Express bekommt eine Kapitalspritze vom Staat. Erst im November hatte der Konzern sein Geschäftsmodell geändert, um einfacher Kapital beschaffen zu können. Nun folgte ein weiterer Schritt.
Die Regierung habe einer Hilfe in Höhe von 3,39 Milliarden Dollar (2,42 Milliarden Euro) prinzipiell zugestimmt, teilte das Unternehmen mit. Der Kreditkartenkonzern hatte sein Geschäftsmodell erst im November in eine Bankenholding umgewandelt, um vom Rettungspaket und den günstigeren Kreditkonditionen für Geschäftsbanken profitieren zu können. Damit erhalte das Unternehmen in den aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten "größtmögliche Flexibilität und Stabilität", hieß es in einer Erklärung.
Die Bank steht seitdem unter der Aufsicht der Fed und hat so im Gegenzug besseren Zugang zu von der Regierung unterstützten Finanzhilfen erhalten. Die Fed hatte angesichts der Finanzmarktkrise im September bereits der Umwandlung der zwei größten Investmentbanken der USA, Goldman Sachs und Morgan Stanley, in Geschäftsbanken zugestimmt.
American Express ist für den laufenden Betrieb auf kurzfristige Finanzierungen angewiesen, deren Markt im Zuge der Finanzkrise praktisch zusammengebrochen ist.
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