Laut "Focus": Angeblich Betrug mit Krankenkassenkarten
zuletzt aktualisiert: 05.06.2005 - 16:47München (rpo). Gegen 40 Ärzte und Apotheker im Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz wird wegen des Verdachts auf Untreue und des Betrugs ermittelt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Angeblich werde derzeit bundesweit systematisch mit Krankenkassenkarten betrogen. Ärzte beschaffen sich Versichertenkarten, rechnen Behandlungen ab, die nie stattfanden, und stellen Rezepte aus.
Diese werden von Komplizen in bestimmten Apotheken gegen Bargeld, Viagra oder Kosmetik eingetauscht. Die Apotheker rechnen die Rezepte normal bei den Kassen ab.
In einem Saarbrücker Fitnessstudio und in einem Altersheim wurden dem Bericht zufolge Karten en gros eingesammelt. Eine Apotheke im hessischen Königstein soll Drehkreuz für Betrugsfälle mit künstlicher Ernährung von Krebspatienten sein. Gegen die so genannten Kartengeber laufen laut "Focus" bei der Saarbrücker Staatsanwaltschaft bereits über tausend Verfahren. Insgesamt sollen mehrere tausend Personen in den Betrugsskandal verwickelt sein.
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