Finanzspritze: Angeblich Landes-Milliarden für WestLB
zuletzt aktualisiert: 24.11.2007 - 19:05Hamburg/Düsseldorf (RPO). Einem Medienbericht zufolge diskutiert das Land Nordrhein-Westfalen, mindestens zwei Milliarden Euro in die angeschlagene WestLB zu pumpen. Eine Sprecherin dementiert.
Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" brachte am Samstag vorab die Meldung in Umlauf. Es beruft sich auf ein Gutachten der Citigroup zur Zukunft der WestLB. Das Kapital könne die WestLB nutzen, um sich mit einigen Sparkassen in NRW zusammenzuschließen und so das Stuttgarter Modell einer integrierten Landesbank mit Filialgeschäft zu kopieren. Insider sagten, dies sei unter den von der Citigroup in dem Gutachten vorgestellten Optionen derzeit die plausibelste.
Eine Sprecherin des NRW-Finanzministeriums dementierte auf ddp-Anfrage den Bericht. Das Gutachten der Citigroup liege noch nicht vor und insofern gebe es auch noch keine Entscheidung. Wann das Gutachten fertig sei, sei noch nicht absehbar.
Laut "Spiegel" könnte die WestLB nach der Kapitalerhöhung im kommenden Jahr die auch in Düsseldorf ansässige IKB kaufen - und sich somit deutschlandweit als Mittelstandsbank etablieren. Damit hätte die Bank ein tragfähiges Geschäftsmodell. Derzeit aber befinde sich die IKB wegen ihrer Geschäfte im US-Hypothekenmarkt in einer Schieflage. Fraglich sei, ob die beiden Sparkassenverbände in NRW, die je 25,2 Prozent an der West-LB halten, bei einer Kapitalerhöhung mitmachen würden. Falls nicht, würde das Land die Summe möglicherweise allein stemmen - und damit die Mehrheit an der WestLB erlangen.
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