US-Versicherer: Angeschlagene AIG verkauft zwei Sparten
zuletzt aktualisiert: 03.04.2009 - 06:49Washington (RPO). Der US-Versicherungsriese AIG hat stark unter der Krise gelitten und benötigte Milliarden Dollar an Staatshilfen. Um die Schulden zu begleichen, hat der Konzern zwei Unternehmenssparten verkauft. AIG Life in Kanada sei am Mittwoch für rund 263 Millionen Dollar (196 Millionen Euro) verkauft worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
Deutlich mehr brachte demnach mit 739 Millionen Dollar am Mittwoch der Verkauf der AIG-Tochter Hartford Steam Boiler (HSB), ein Spezialversicherer für Maschinenausfälle und andere technische Risiken, an die Münchener Rück ein. Mit den Verkäufen arbeite AIG trotz schwieriger Marktbedingungen "unermüdlich" daran, der US-Regierung ihre Hilfszahlungen zurückzuzahlen, erklärte AIG-Chef Edward Liddy.
Im Zuge der Finanzkrise hatte die US-Regierung AIG mit insgesamt rund 180 Milliarden Dollar gestützt. Der Konzern hatte vor zwei Wochen angekündigt, die Finanzsparte, die für eines der größten Fiaskos in der US-Wirtschaftsgeschichte gesorgt hatte, in den kommenden vier Jahren abzuwickeln.
Statt dessen will AIG sein Geschäft auf risikoärmere Aktivitäten konzentrieren. Wie Liddy nun mitteilte, verkaufte sein Unternehmen in den vergangenen Monaten bereits zehn Sparten. Weitere Transaktionen würden geprüft.
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