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Angeschlagener Autokonzern: Annäherung bei Opel-Verhandlungen

zuletzt aktualisiert: 04.02.2005 - 06:22

Rüsselsheim (rpo). Ein Opel-Sprecher dämpfte die Erwartungen auf ein baldiges Ergebnis der Verhandlungen bei Opel. Es habe zwar Annäherungen, aber keine Einigung gegeben. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, die Verhandlungen stünden kurz vor dem Durchbruch. Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Klaus Franz, rechnet in den kommenden zwei Wochen mit einer Einigung.

Beide Seiten betonten, Details stünden noch nicht fest. Das "Handelsblatt" hatte zuvor berichtet, zu den Eckpunkten einer Einigung zählten der vollständige oder teilweise Verzicht auf Lohnerhöhungen bis 2008 sowie ein auf 70 Prozent eines Monatslohns gesenktes Weihnachtsgeld. Auch sollten Pausen sowie Zuschläge für bis zu zwölf Sonderschichten gestrichen werden.

Im Gegenzug wolle der Mutterkonzern General Motors (GM) Standortgarantien anbieten, berichtete die Zeitung. Alle europäischen Mittelklassewagen sollten künftig in Rüsselsheim gefertigt, das nächste Astra-Modell in Rüsselsheim entwickelt werden. Franz bezeichnete den Bericht als "teilweise völlig falsch". Dagegen hieß es aus Unternehmenskreisen, mit einer Angleichung der Löhne an das Niveau des Metalltarifvertrags, einem reduzierten Weihnachtsgeld und flexibleren Arbeitszeiten sei im Ergebnis zu rechnen.

Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel sagte, die Verhandlungsparteien bewegten sich "deutlich aufeinander zu", auch was die Sicherung des Werkes in Bochum angehe. Es gebe aber noch einiges zu klären, bis ein Gesamtpaket gefunden sei. "Es ist einiges noch überhaupt nicht rund. Das sind einige größere und einige kleinere Punkte", sagte Einenkel.

Der Betriebsrat wisse, dass er in einigen Punkten werde nachgeben müssen. Bei der Flexibilisierung der Arbeitszeiten etwa lasse das Management nicht mehr mit sich reden. Andererseits wollten die Arbeitnehmer die Zusage, dass der Drei-Schicht-Betrieb in Bochum erhalten bleibe, sagte der Betriebsratschef: "Auch an diesem Punkt gibt es eine ganz deutliche Annäherung."

Quelle: ap

 
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