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Frank Appel ap panorama
  Foto: AP, AP
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Deutsche Post: Appel rechnet mit Rückgang der Briefmengen

zuletzt aktualisiert: 15.11.2009 - 12:08

München (RPO). Post-Chef Frank Appel spricht von "gravierenden Problemen im Briefgeschäft". Angesichts der schwierigen Lage fordert er eine Abkehr von den Vorschriften zur flächendeckenden Versorgung. Eine Anzahl von exakt 12.000 Filialen sei heute nicht mehr zeitgemäß, sagte der Manager. Die Briefmengen würden stark sinken.

Appel rechnet mit dauerhaft niedrigeren Erträgen der einst hoch profitablen Sparte: "Der Gewinn wird von nun an jedes Jahr niedriger ausfallen, weil die Briefmengen so stark sinken. Irgendwann wird sich die Zahl der verschickten Briefe zwar stabilisieren, wir wissen aber nicht, ob bei 40, 50 oder 80 Prozent des heutigen Niveaus", sagte der Vorstandschef dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Appel kündigte an, den sogenannten "Brief im Internet" in wenigen Monaten einzuführen. Mitte des nächsten Jahres werde die Deutsche Post "deutlich sichtbar am Markt sein", kündigte er an. Derzeit testeten 5000 Postmitarbeiter die kostenpflichtige Web-Mail, die ähnlich funktioniere wie das Online-Banking. Der Geschäftszweig werde "erst in zwei bis fünf Jahren Bedeutung erlangen".

Deshalb hofft die Post auch auf ein Entgegenkommen der Politik in der Frage der Mehrwertsteuerbefreiung für den Ex-Monopolisten, die die FDP kippen will. "Diese Regierung versteht, dass der Briefmarkt ein rückläufiges Geschäft ist und die Post unter Druck steht", erklärte der oberste Konzernmanager dem Magazin. Sollte die Regierung dennoch die Befreiung aufheben, schließt Appel eine Klage gegen den Bund nicht aus.

Quelle: DDP/jre

 
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