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Gewinn steigt weiter
iPhone bleibt Geldmaschine für Apple

Apple: Weiterer Gewinnzuwachs dank iPhone
FOTO: ap
San Francisco. Apple hat seinen Gewinn weiter gesteigert. Dank der weiterhin starken iPhone-Nachfrage hat das Unternehmen im vergangenen Quartal 11,1 Milliarden Dollar verdient - und verzeichnet damit einen Gewinnsprung von gut 31 Prozent im Jahresvergleich. 

Dank des anhaltenden iPhone-Booms hat Apple seinen Gewinn im September geendeten dritten Jahresquartal erneut deutlich gesteigert. Wie der US-Technologiekonzern am Dienstag mitteilte, verbuchte er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Gewinnsprung von 31 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar (rund 10 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg demnach um 22 Prozent auf 51,5 Milliarden Dollar. 

iPhone ist Apples Umsatz-Garant

Die enorme Steigerung verdankt Apple wie üblich dem iPhone: 62,5 Prozent der Umsätze gingen auf die Modelle des Smartphones zurück, von denen der Konzern 48 Millionen Stück verkaufte. Das China-Geschäft verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 12,5 Milliarden Dollar Umsatz.

Trotz der schwächelnden Wirtschaft in China will Apple weiter in dem Land investieren. Das versicherte Apple-Chef Tim Cook einem Medienbericht zufolge vor wenigen Tagen. Chinas Wirtschaftswachstum war im dritten Quartal erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 unter die Sieben-Prozent-Marke gefallen.

Diesmal wurde der Absatz zusätzlich dadurch angekurbelt, dass die beiden neuen Varianten des iPhone 6s von Anfang an auch in China verfügbar waren. Apple erwirtschaftet in China mit 12,5 Milliarden Dollar rund ein Viertel seiner Umsätze. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat sich das China-Geschäft verdoppelt, der iPhone-Absatz sprang um 120 Prozent hoch.

Abhängigkeit von China macht Sorgen

Die Kehrseite ist die Sorge der Anleger, dass Apple mit der größeren Abhängigkeit vom China-Geschäft auch die aktuellen Börsenturbulenzen in dem Riesen-Markt zu spüren bekommen könnte. Cook versuchte, die Ängste zu zerstreuen. Wenn er nicht aus den Nachrichten davon wüsste, würde er nur anhand des Apple-Geschäfts nichts von Problemen in China mitbekommen, sagte er.

Cook betonte, dass zwei Drittel der iPhone-Nutzer noch ältere Geräte vor der iPhone-6-Reihe hätten - das seien potenzielle Käufer neuer Modelle. Zugleich setzt er darauf, dem dominierenden Smartphone-System Android von Google Nutzer abzujagen. Im vergangenen Quartal seien 30 Prozent der iPhone-Käufer Android-Abwanderer gewesen, so viele wie noch nie, sagte er.

Der durchschnittliche iPhone-Preis lag bei 670 Dollar, das waren 67 Dollar mehr als vor einem Jahr. Apple ist dank dem Fokus auf hochpreisige Geräte der profitabelste Smartphone-Anbieter. Der Geldberg von Apple schwoll auf 205,7 Milliarden Dollar an. Rund 90 Prozent davon liegen außerhalb der USA. Wenn das Geld in die USA käme, würden Steuern von rund 35 Prozent fällig. Apple schüttete im vergangenen Quartal 17 Milliarden Dollar an Aktionäre aus.

Keine Abssatzzahlen zur Apple-Watch

Die Verkäufe der iPad-Tablets fielen binnen eines Jahres um fast ein Fünftel auf 9,89 Millionen Geräte. Beim Mac gab es inmitten der andauernden Talfahrt des PC-Marktes ein Absatzplus von drei Prozent auf 5,7 Millionen Computer, ein neuer Rekord für Apple.

Im Bereich "andere Produkte", in dem unter anderem das Geschäft mit der Computer-Uhr Apple Watch, der Fernsehbox Apple TV und den iPod-Playern verbucht wird, stieg der Umsatz binnen eines Jahres um 61 Prozent auf gut drei Milliarden Dollar. Apple nannte bisher keine Absatzzahlen zu der seit April verkauften Uhr. Cook sagte, es sei eine vielversprechende Produktkategorie, die erst am Anfang stehe. Im Quartalsvergleich seien mehr Watch-Geräte verkauft worden.

(AFP, dpa)
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