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Auch im April schwache Zahlen
VW-Absatz in USA fällt um satte zehn Prozent

Diese Marken gehören zu Volkswagen
Diese Marken gehören zu Volkswagen FOTO: dpa, woi vfd tmk
Herndon. Während in Deutschland der Autoabsatz insgesamt ordentlich zugelegt hat, machen die US-Autokäufer nach dem Abgas-Skandal weiter einen Bogen um Volkswagen.

Der Neuwagen-Absatz der Marke VW brach im April verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent auf 27.112 Stück ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit fiel das Minus allerdings nicht mehr ganz so deutlich aus wie im Vormonat.

Golf und Passat blieben Ladenhüter, auch der einstige Verkaufsschlager Jetta schwächelte weiter. Ein dickes Plus gab es einzig beim Stadtgeländewagen Tiguan. Seit Jahresbeginn gingen die Verkäufe insgesamt um 11,7 Prozent zurück.

Der Wolfsburger Hersteller tut sich auf dem US-Markt schon lange schwer. Die im September 2015 bekanntgewordene Affäre um manipulierte Abgaswerte verschärfte die Situation noch weiter. VW hatte den Verkauf von Diesel-Modellen danach gestoppt, was den Absatz seit Monaten zusätzlich belastet.

Deutlich besser lief es im April bei der VW-Oberklassetochter Audi. Die Ingolstädter verkauften 17.801 Wagen und damit 5,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den ersten vier Monaten lagen sie damit 5,6 Prozent über den Verkaufszahlen des Vorjahres.

Frühjahrsschwung für den deutschen Automarkt

Derweil ist die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland im April verglichen mit dem Vorjahresmonat um 8,4 Prozent auf knapp 316.000 Personenwagen gestiegen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag in Flensburg mitteilte, lag das Plus in den ersten vier Monaten des Jahres bei 5,6 Prozent auf zusammen rund 1,1 Millionen Pkw.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hob wegen der guten Entwicklung seine Jahresprognose von bisher ein Prozent auf drei Prozent an. "Wir erwarten für das Gesamtjahr 2016 einen Absatz von 3,3 Millionen Pkw", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Große Sprünge gab es im April auch bei Export (plus 13 Prozent) und der Inlandsproduktion (plus 14 Prozent), wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) berichtete. Dabei habe sich besonders der zusätzliche Arbeitstag ausgewirkt, den es im Vergleich zu April 2015 gab. Betrachtet man die Monate Januar bis April, so stagnierte der Export bei rund 1,5 Millionen Fahrzeugen. Die Produktion erhöhte sich im gleichen Zeitraum um drei Prozent auf 2,0 Millionen Wagen.

(felt/dpa)
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