| 16.06 Uhr

11,3 Prozent
Arbeitslosigkeit im Euroraum stagniert auf hohem Niveau

Arbeitslosigkeit im Euroraum stagniert auf hohem Niveau
8,11 Millionen Männer und Frauen im Euroraum haben keinen Job. FOTO: dpa
Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit kommen die Euroländer nur langsam voran. Im März lag die Arbeitslosenquote wie schon im Vormonat bei 11,3 Prozent. Das teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg am Donnerstag mit.

Insgesamt hatten in den 19 Ländern mit der Gemeinschaftswährung knapp 18,11 Millionen Männer und Frauen keinen Job. Besonders betroffen waren Spanien (23,0 Prozent) und Griechenland (25,7 Prozent im Januar), am besten stand Deutschland da (4,7 Prozent).

Die Bundesagentur für Arbeit meldete eine Quote von 6,8 Prozent, allerdings unterscheiden sich die Rechenmethoden der BA und Eurostat.

Seit Jahresbeginn hat sich die Arbeitslosenquote in der Eurozone nicht mehr verändert. Nur auf längere Sicht verbesserte sich die Situation. Die Quote sank im Vergleich zum März 2014 um 0,4 Prozentpunkte. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich, wenn man alle 28 Staaten der Europäischen Union betrachtet: Die Quote lag dort im März mit 9,8 Prozent um 0,6 Punkte niedriger als im Vorjahresmonat. Über ein Jahr gesehen, ging die Arbeitslosenquote in 22 EU-Ländern zurück.

Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit gab es im Verlauf der vergangenen zwölf Monate eine leichte Verbesserung. In der EU waren zuletzt 4,8 Millionen Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. Das waren 520 000 Personen weniger also noch ein Jahr zuvor. In den Staaten, die den Euro als Zahlungsmittel haben, war der Rückgang etwas weniger stark:
Die Zahl der jungen Arbeitslosen sank um 276 000 auf rund 3,22 Millionen.

Besonders hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien. Dort lag die Quote bei jeweils 50,1 Prozent (jüngste Angaben für Griechenland vom Januar, für Spanien vom März). Am niedrigsten war sie im März in Deutschland (7,2 Prozent).

Diese Quote ist aber nicht unmittelbar mit jener der Gesamtbevölkerung vergleichbar. Weil bei der Berechnung der Jugendarbeitslosigkeit Studenten ohne Job ausgeklammert werden, verkleinert sich die Bezugsgruppe. In der ganzen EU betrug der Arbeitslosenanteil unter jungen Menschen 20,9 Prozent, im Euroraum 22,7 Prozent.

Das EU-Parlament hatte erst am Mittwoch eine Milliarde Euro Soforthilfe genehmigt, um die hohe Jugendarbeitslosigkeit anzugehen. Besonders betroffene Länder sollen das Geld früher als vorgesehen bekommen, um schneller Hilfsprogramme auf den Weg bringen zu können.

(dpa)
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