| 14.25 Uhr

50 Kilometer auf dem Neckar
Atommüll soll erstmals auf Binnenschiff transportiert werden

Hintergrund: Bewertungsskala für nukleare Ereignisse
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Neckarwestheim. Hochradioaktiver Atommüll aus einem abgeschalteten Atomkraftwerk soll erstmals innerhalb Deutschlands auf dem Wasserweg transportiert werden.

15 Castoren aus dem vom Netz genommenen Kernkraftwerk Obrigheim in Baden-Württemberg sollen auf dem Neckar rund 50 Kilometer zum Zwischenlager in Neckarwestheim befördert werden, wie der Energieversorger EnBW am Montag mitteilte.

Die Behälter mit insgesamt 342 verbrauchten Brennelementen kommen dabei auf ein antriebsloses Schiff, das von einem anderen Boot geschoben wird. Der Chef der EnBW-Kernkraftsparte, Jörg Michels, hofft, dass die Genehmigungen des Bundesamtes für Strahlenschutz für Transport und Zwischenlagerung gegen Jahresende vorliegen. Hauptgrund für die Wahl des Wasserwegs sei es, negative Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr zu vermeiden.

Die Gemeinde Neckarwestheim will die geplante Zwischenlagerung auf ihrem Gebiet verhindern. "Es gab Zusagen, daran hat sich die Politik zu halten", sagte Bürgermeister Jochen Winkler der Deutschen Presse-Agentur. Demnach sollte in Neckarwestheim nur Energie produziert und der Atommüll anderswo gelagert werden. Dennoch habe EnBW 2006 ein atomares Zwischenlager in der 3800-Einwohner-Kommune errichtet.

(felt/dpa)
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