Trotz Konjunkturflaute: Auch 2009 soll die Arbeitslosigkeit sinken
zuletzt aktualisiert: 15.08.2008 - 09:08Hamburg/Berlin (RPO). Auch wenn die Wirtschaft in Deutschland im kommenden Jahr an Schwung verlieren sollte, wird die Zahl der Arbeitslosen trotzdem weiter sinken. Davon zeigt sich die Bundesagentur für Arbeit überzeugt.
"Zwar lässt die Dynamik auch am Arbeitsmarkt nach, wir rechnen aber trotzdem für 2009 noch mit leicht besseren Zahlen als in diesem Jahr", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise der "Financial Times Deutschland".
Eine Senkung des Beitragssatzes von derzeit 3,3 auf 3,0 Prozent sei "rechnerisch möglich", sagte der BA-Chef. Allerdings wäre das "vor dem Hintergrund der Warnsignale aus der Wirtschaft mit Risiken verbunden".
Von dem leichten Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes im zweiten Quartal 2008 zeigte sich Weise unbeeindruckt. "Die Zahlen beobachten wir genau, sie sind aber für den Arbeitsmarkt im Moment nicht entscheidend", sagte er der "FTD".
Wichtig für den Arbeitsmarkt sei unter anderem, dass aus demographischen Gründen ohnehin weniger Arbeitskräfte auf den Markt sind. Zudem hätten die Firmen im letzten Abschwung reichlich rationalisiert, der Spielraum für Personalabbau ist kleiner geworden.
Auch das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) geht trotz der aktuellen Konjunkturschwäche davon aus, dass sich Lage am Arbeitsmarkt weiter günstig entwickeln wird. Konjunkturchef Udo Ludwig ging im Gespräch mit der "Berliner Zeitung" davon aus, dass die Konjunktur Anfang kommenden Jahres wieder etwas anziehen werde.
Das IWH erwartet demnach, dass die Zahl der Arbeitslosen 2009 um 100.000 auf 3,14 Millionen im Jahresdurchschnitt sinkt. Die Zahl der Beschäftigten werde dagegen noch einmal leicht auf fast 40,3 Millionen steigen.
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