Brüderle lehnt Antrag ab: Auch für Ford keine Staatshilfen
zuletzt aktualisiert: 12.07.2010 - 17:57Berlin (RPO). Auch der US-Autobauer Ford kann nicht mit deutschen Staatshilfen rechnen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle habe ebenso wie Opel auch Ford signalisiert, dass deren Antrag auf eine Bürgschaft für einen 200-Millionen-Euro-Kredit bei der Europäischen Investitionsbank abgelehnt werde, hieß es am Montag im Bundeswirtschaftsministerium.
Damit wurde entsprechender Bericht des "Handelsblatts" bestätigt. Das Geld war vorgesehen für eine neue Motorenproduktion in Köln. Ford reagierte zurückhaltend auf die Signale aus Berlin. Ein Sprecher von Ford Europe sagte der DAPD: "Wir warten auf den offiziellen Bescheid." Das Unternehmen sei in einem konstruktiven Dialog mit der Politik und glaube einen legitimen und robusten Bürgschaftsantrag gestellt zu haben.
Ford hatte bei der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg einen 200-Millionen-Euro-Kredit für seine Fabrik in Köln beantragt, um eine Produktion von emissionsarmen Dreizylinder-Motoren aufzuziehen. Für den Kredit will die Bank jedoch eine Bundes-Bürgschaft.
Brüderle hingegen ist sich sicher, dass der Autohersteller die Krise aus eigener Kraft überwinden kann. "Vor dem Hintergrund der verbesserten Wirtschaftsentwicklung und der stärkeren Finanzkraft von Ford gibt es keinen Grund mehr, den Autobauer zu unterstützen", heißt es in einem internen Papier des Bundeswirtschaftsministeriums, das dem "Handelsblatt" vorliegt.
Das Ministerium geht davon aus, "dass die Finanzierung des Fahrzeug- und Motorenwerkes aus eigener Kraft und damit ohne staatliche Bürgschaften gestemmt werden kann", heißt es in dem Papier. Die nötige Investition könne von Ford aus Eigenmitteln finanziert werden. Auch bei Opel hatte Brüderle eine Bürgschaft abgelehnt. Opel hatte daraufhin alle Bürgschafts-Anträge in Europa abgeblasen.
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