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Deutsche Bank-Chef bleibt bis 2013: Aufsichtsrat verlängert Ackermanns Vertrag um drei Jahre

zuletzt aktualisiert: 28.07.2009 - 13:05

Frankfurt/Main (RPO). Josef Ackermann wird die Deutsche Bank bis 2013 durch die Turbulenzen der Finanzkrise steuern. Der Aufsichtsrat des größten deutschen Geldhauses verlängerte am Dienstag erwartungsgemäß den Vertrag des 61-jährigen Topmanagers.

Nähere Angaben zum Verlauf der Sitzung machte das Institut nicht. In den vergangenen Tagen hatten Gerüchte über einen Machtkampf zwischen Ackermann und Aufsichtsratschef Clemens Börsig die Runde gemacht.

Der Chef des Kontrollgremiums war im Zusammenhang mit der Suche nach einem Nachfolger für Ackermann vor allem von Aktionärsseite unter Beschuss geraten. Nach Medienberichten soll er nach erfolgloser Suche im April versucht haben, sich selbst als Nachfolger Ackermanns ins Spiel zu bringen.

Stattdessen bleibt jedoch Ackermann, der 2010 eigentlich aufhören wollte, bis 2013 an der Spitze des Instituts. Kritiker hatten Börsig, einst Finanzvorstand der Bank, vorgeworfen, mit einem Wechsel an die Spitze des Instituts einen Zick-Zack-Kurs hinzulegen, der der Bank schade.

Börsig schließt Rücktritt wegen Datenaffäre aus

Zuletzt hatte Börsig im Zusammenhang mit der Datenaffäre bei der Deutschen Bank am Wochenende einen Rückzug ausgeschlossen. Er sehe keinen Grund für einen Rücktritt, ließ er einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zufolge mitteilen.

Die Bank hatte vergangene Woche zu der Bespitzelungsaffäre erklärt, es handele sich um vier Einzelfälle, darunter Nachforschungen über einen kritischen Aktionär im Jahr 2006. Diese wurden nach Angaben der Deutschen Bank durch ein Gespräch zwischen Aufsichtsratschef Börsig und dem Leiter der Abteilung Investor Relations im Nachgang zur Hauptversammlung 2006 ausgelöst. Sie hätten ergeben, dass der Mann allein agiert habe, das Motiv habe nicht eindeutig geklärt werden können.

Erneut Quartalsgewinne

Die Deutsche Bank hatte erst am Dienstagvormittag erneut einen Gewinn verkündet: Im zweiten Quartal betrug er 1,1 Milliarden Euro nach Steuern. Das entspricht einem Anstieg von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Quelle: AP/top

 
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