Offenbar Milliardenauftrag für Fregatten vorziehen: Auftrag: Bundeswehr hilft Werftenindustrie
zuletzt aktualisiert: 04.08.2004 - 20:55Düsseldorf (rpo). Die Bundeswehr bekommt neue Kriegssschiffe vermutlich früher als geplant. Laut eines Medienberichtes soll die Anschaffung neuer Kriegsschiffe um zwei Jahre vorgezogen werden, um die deutsche Werftenindustrie zu stärken.
Wie das "Handelsblatt" berichtete, sollen die neuen Fregatten des Typs 125 bereits ab 2006 bestellt werden. Bisher sei geplant gewesen, ab 2008 vier Schiffe zu bestellen und mit der Produktion ab 2011 zu beginnen. Die Kosten werden auf knapp zwei Milliarden Euro geschätzt. Wegen des knappen Wehretats müsse der Auftrag dann aber von der Industrie vorfinanziert werden.
Die Werftindustrie sei dazu bereit, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Kreise der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG in Kiel. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels sagte dem Blatt, mit dem Vorziehen solle die Auslastung des Marine-Überwasserschiffbaus ab 2006 sichergestellt werden. Zudem sprach er von einer "Anschubhilfe" für den deutschen Werften-Verbund und eine Stärkung der Position vor einem möglichen Zusammengehen etwa mit französischen Werften. Auch ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte der Zeitung, dass mit der Industrie über ein Vorziehen der Bestellung verhandelt werde.
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