Armut in Deutschland nimmt zu: Ausgaben für Grundsicherung auf Rekordniveau
zuletzt aktualisiert: 05.11.2009 - 18:16Wiesbaden (RPO). Im vergangenen Jahr erhielten rund 768.000 Menschen Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, konnten damit im Vergleich zu 2007 etwa 4,8 Prozent mehr Menschen von ihrem Einkommen oder ihrer Rente nicht leben.
Damals stockte der Staat noch die Einkommen und Altersbezüge von rund 733 000 Bürgern auf. Seit Einführung im Jahr 2003 haben sich die Nettoausgaben für die Grundsicherung fast verdreifacht. Von 1,3 Milliarden Euro stiegen sie auf ein Rekordniveau von 3,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.
Insbesondere Frauen sind von Armut betroffen. 2008 mussten etwa 429 000 durch die Grundsicherung geholfen werden. Das entspricht einem Anteil von 56 Prozent. Bei den Männern nahm hingegen die Zahl der Empfänger deutlicher zu. Sie kletterte um 6,1 Prozent auf rund 339 000. Bei den Frauen waren es 3,8 Prozent. Am häufigsten benötigten die Menschen in den Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg die Unterstützung.
Am seltensten nahm sie die Bevölkerung in Sachsen und Thüringen in Anspruch. Die Grundsicherung wird gezahlt, wenn im Alter oder im Falle einer Erwerbsminderung das Geld nicht mehr zum Leben ausreicht.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
