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Küchenunfälle in Australien
Thermomix-Vertriebsfirma muss Millionenstrafe zahlen

Australische Thermomix-Vertriebsfirma muss Millionenstrafe zahlen
Thermomix-Produktion in einer Vorwerk-Fabrik in Frankreich (Symbolbild). FOTO: afp, GUS
Sydney. Nach mehreren Unfällen mit der Küchenmaschine Thermomix muss eine Vertriebsfirma in Australien eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 2,9 Millionen Euro zahlen.

Der Bundesgerichtshof in Melbourne sieht als erwiesen an, dass das Unternehmen namens Thermomix in Australia (TiA) trotz eines bekannten Sicherheitsproblems die Küchengeräte verkauft hat. Außerdem habe es die Öffentlichkeit über die Sicherheit der Produkte in die Irre geführt und Rückerstattungen verweigert, hieß es am Mittwoch.

Die oberste australische Verbraucherschutzbehörde ACCC hatte im vergangenen Jahr ein Gerichtsverfahren gegen TiA eingeleitet, nachdem mindestens 14 Fälle bekannt wurden, in denen Thermomix-Kunden beim Hantieren mit einem älteren Modell der Küchenmaschine verletzt wurden.

Die Küchenmaschinen werden vom deutschen Unternehmen Vorwerk hergestellt. Vorwerk mit Sitz in Wuppertal ist nach eigenen Angaben jedoch nicht Gegenstand des Verfahrens gewesen und war auch nicht daran beteiligt.

Das Gericht befand nun, dass TiA das Thermomix-Modell knapp drei Monate lang weiterverkaufte, obwohl das Unternehmen das potenzielle Verletzungsrisiko kannte. Erst im September 2014 informierte die Firma die Verbraucher in einem Rückruf über die Sicherheitsprobleme. Nach australischem Gesetz muss dies binnen 48 Stunden geschehen.

(das/dpa)
 
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