Deutschland: Ausverkauf: Jedes vierte Woolworth-Kaufhaus von Schließung bedroht?
zuletzt aktualisiert: 05.08.2006 - 11:00Hamburg (rpo). Der britische Finanzinvestor Electra Private Equity will angeblich seine Anteile an der deutschen Woolworth-Kaufhauskette abstoßen. Laut einem Zeitungsbericht ist die Suche nach einem Käufer schwierig. Die Woolworth-Häuser schreiben rote Zahlen.
Von den Verkaufsplänen berichtet das Magazin "Spiegel". Sie beträfen auch die über 100 Immobilien der Kette. Allerdings sei es schwierig, einen Käufer zu finden.
So sei nach einer viermonatigen Unternehmensprüfung eine Investorengruppe um die US-Investmentgesellschaft Blackstone in der vergangenen Woche aus dem Verkaufsprozess ausgestiegen, schreibt das Magazin. Grund sei, dass die von Electra geforderten rund 200 Millionen Euro deutlich über der Unternehmensbewertung durch Blackstone gelegen hätten.
Insider gingen davon aus, dass die Kette bis 2008 mindestens 70 Millionen Euro an frischen Mitteln braucht, um Verluste und dringend benötigte Investitionen zu finanzieren. Zudem müssten bis zu einem Viertel der rund 330 Woolworth-Kaufhäuser in Deutschland geschlossen werden, um den Kaufhauskonzern wieder rentabel führen zu können, zitiert das Magazin aus dem Interessenten-Umfeld, zu dem auch der Immobilien-Investor Cerberus zählt.
Hauptproblem der Woolworth-Kette sei neben einer unzureichenden Marktpositionierung ein für den hiesigen Markt viel zu umfangreiches Sortiment, schreibt der "Spiegel". Zudem schlage die schlechte Flächenstruktur mit kleinen und großen Häusern negative zu Buche.
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