| 16.33 Uhr

Zeitschriftenmarkt
Irritation um "Financial Times"-Übernahme durch Springer

Axel Springer will "Financial Times" übernehmen
Axel Springer expandiert offenbar nach London. FOTO: dpa, ent
London. Zunächst hatte es geheißen: Der Axel Springer Verlag will die "Financial Times" kaufen. Das zumindest berichtete das Blatt aus London am Donnerstag selbst. Springer dementierte. Jetzt ist klar: Die japanische Nikkei-Mediengruppe hat den Zuschlag erhalten.

Für 844 Millionen britische Pfund (1,2 Mrd Euro) gibt der britische Eigentümer Pearson die renommierte Wirtschaftszeitung ab, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Zuvor hatten die Nachrichtenagentur Bloomberg und "Spiegel Online" dies berichtet. Laut "Spiegel Online" steht Springer kurz vor der Übernahme. Ein Abschluss könne in den kommenden Stunden zustande kommen. Springer selbst dementierte die berichte: "Anlässlich der Medienberichte vom heutigen Tag weist die Axel Springer SE Spekulationen über einen Erwerb der Financial Times-Gruppe zurück und stellt fest, dass die Axel Springer SE die Financial Times-Gruppe nicht erwerben wird."

Der britische Verlag Pearson hatte zuvor Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des Traditionsblatts bestätigt, nannte aber keinen Verhandlungspartner. "Spiegel Online" zitierte eingeweihte Kreise, wonach bis Mittwoch noch drei Bieter im Rennen gewesen seien.

Pearson will die FT Group verkaufen, zu der neben der "Financial Times" ein 50-Prozent Anteil am Wirtschaftsmagazin "The Economist" sowie ein Gemeinschaftsunternehmen in Russland mit dem Blatt "Wedomosti" gehören.

Die Wirtschaftszeitung, nicht nur in Großbritannien eine Institution, verkauft nach eigenen Angaben täglich 720.000 Exemplare - auf Papier und online.

(AFP)
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