Deutsche Bank: BaFin will wegen Verkauf von Daimler-Aktien ermitteln
zuletzt aktualisiert: 03.09.2005 - 11:51Berlin (rpo). Die Deutsche Bank muß wegen des Verkaufs eines Großteils ihrer Aktienanteile am Autokonzern DaimlerChrysler mit Ermittlungen der Finanzaufsicht rechnen. Es gebe eine auffällige Entwicklung, so der Chef der Bundesaufsichtsbehörde BaFin, Jochen Sanio einem Zeitungsbericht zufolge.
Das berichtet die "Welt am Sonntag" vorab. Kurz nach Bekanntwerden der Rücktrittsabsicht von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp Ende Juli waren die Aktienkurse des Stuttgarter Konmzerns um zehn Prozent emporgeschnellt. Die Deutsche Bank hatte sich umgehend von Daimler-Aktien im Wert von knapp 1,4 Milliarden Euro getrennt und damit der Zeitung zufolge "über Nacht einen Gewinn von 35 Millionen" Euro gemacht.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ermittelt ebenso wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart bereits gegen DaimlerChrysler wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Wie die Justizbehörde am Donnerstag mitteilte, wurden im Rahmen des Verfahrens die Wohnräume und Arbeitsplätze von insgesamt vier Beschuldigten durchsucht. Die Ermittlungen drehen sich um den Verdacht, dass vor Bekanntgabe des Rücktritts von Schrempp gezielt Aktien des Konzerns aufgekauft wurden, um die erwarteten Kurssteigerungen abzuschöpfen.
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