Medienbericht: Bahn droht Verlust weiterer Aufträge
zuletzt aktualisiert: 19.10.2009 - 16:17Berlin (RPO). Der Deutschen Bahn droht einem Medienbericht zufolge der Verlust weiterer Aufträge im Schienenverkehr. Die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern planen, den Betrieb auf drei umsatzstarken Strecken im Regionalverkehr neu zu vergeben.
Dies teilte nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" jetzt Verkehrsstaatssekretärin Maria Krautzberger auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen mit. Demnach wird noch in diesem Jahr das Netz "Nordwest-Brandenburg" mit der wichtigen Regionalexpress-Linie RE 6 (Wittenberge-Neuruppin-Hennigsdorf-Berlin-Spandau) für die Betriebszeit ab Dezember 2012 neu ausgeschrieben.
Voraussichtlich 2010 soll ein Vergabeverfahren für das sogenannte Netz "Nord-Süd" gestartet werden. Dabei geht es darum, welches Eisenbahnverkehrsunternehmen ab 2014 die Regionalexpress-Linien RE 3 (Stralsund/Schwedt/O.-Berlin-Wünsdorf-Waldstadt-Elsterwerda) und RE 5 (Rostock/Stralsund-Berlin-Jüterbog) betreibt. Alle drei RE-Linien werden derzeit noch von Zügen der Deutschen Bahn bedient.
Großes Sparpotenzial
Laut Senatsverkehrsverwaltung sparen die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern durch die Ausschreibung im Sommer (Volumen: 1,3 Milliarden Euro in zwölf Jahren) etwa 55 Millionen Euro pro Jahr. Berlin muss dadurch ab 2012 fünf Millionen Euro jährlich weniger für den Regionalverkehr bezahlen.
Die Länder versprechen sich von den Ausschreibungen neben deutlichen Kosteneinsparungen auch mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sowie besseren Service. Kritik gibt es dagegen von den Gewerkschaften und der Linken, die Lohndumping befürchten.
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