Unerlaubte Subventionen: Bahn fürchtet Millionen-Rückzahlung
zuletzt aktualisiert: 28.03.2008 - 06:21Hamburg (RPO). Die Bahn wappnet sich offenbar dagegen, einen dreistelligen Millionenbetrag zurückzahlen zu müssen. Eine Medienbericht zufolge hat das Unternehmen im Jahr 2007 eine Rückstellung von 310 Millionen Euro gebildet. Sie sei für den Fall gedacht, die EU-Kommission befinde, dass die Bahn unerlaubte Subventionen erhalten habe.
Offiziell erklärte die Bahn, die Rückstellung sei für steigende Energie- und Personalkosten gebildet worden. Das von der EU-Kommission eingeleitete Verfahren richtet sich dem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge gegen einen Verkehrsvertrag zwischen der Deutschen Bahn Regio und den Ländern Berlin und Brandenburg.
Der Vertrag bringt der Bahn eine Umsatzrendite von mehr als zehn Prozent. Die Vergütung liegt bei insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro für die zehn Jahre von Dezember 2002 bis Dezember 2012. Der Regionalverkehr ist der größte Gewinnbringer des Konzerns. Er brachte im vergangenen Jahr rund 700 Millionen Euro Gewinn nach Zinsen. Im ganzen Konzern waren es gut 1,5 Milliarden Euro. Im Regionalverkehr erzielt die Bahn eine Umsatzrendite von rund zehn Prozent. Die EU-Kommission hält grundsätzlich eine Rendite von zwei bis fünf Prozent für angemessen.
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