Verhärtete Fronten im Tarifstreit: Bahn und GDL verhandeln wieder
zuletzt aktualisiert: 27.12.2007 - 16:46Frankfurt/Main (RPO). Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL setzen ihre Tarifverhandlungen heute fort. Wann und wo genau die Verhandlungen stattfinden, ist geheim. Experten beider Seiten kamen zu Gesprächen auf Arbeitsebene zusammen.
Die Erwartungen waren gedämpft: "Ich rechne nicht mit großen Entwicklungen, aber mit einem erfolgreichen Fortgang der Dinge", sagte GDL-Chef Manfred Schell. Ob er selbst an dem Treffen teilnahm, war unklar. "Das ist möglich, ich weiß es noch nicht", sagte Schell vor Beginn der Gespräche. Bahnchef Hartmut Mehdorn wurde nicht erwartet.
Bei den Verhandlungen gehe es nach wie vor um Arbeitszeit und Geld, sagte der GDL-Vorsitzende. Über Ort und Zeit des Treffens hatten die Tarifparteien Stillschweigen vereinbart. GDL-Sprecherin Gerda Seibert sagte der AP, am Freitag solle weiter verhandelt werden. Zum Ergebnis des Treffens am Donnerstag wollte sich die Gewerkschaft am Nachmittag nicht äußern. Auch die Bahn lehnte eine Stellungnahme ab. Vertreter beider Seiten hatten sich bereits am Wochenende getroffen.
Die GDL hat für den 7. Januar Streiks angedroht und will den Ausstand auch nicht bei einem neuen Angebot stoppen. Erst nach dem Eingreifen von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hatten sich die Parteien kurz vor Weihnachten wieder getroffen und ihre Bereitschaft bekundet, bis zu dem Termin zu einer Lösung zu kommen. Zuvor hatte die Lokführergewerkschaft die Gespräche überraschend beendet. Hauptstreitpunkte sind ein eigenständiger Tarifvertrag für Lokführer und der Umfang der Lohnerhöhungen.
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