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Streit um ausstehende Zahlungen: Bahn will Züge im VRR-Betrieb streichen

zuletzt aktualisiert: 22.01.2008 - 14:51

Gelsenkirchen (RPO). Die Bahn droht dem Verkehrsbund Rhein-Ruhr (VRR) mit der Streichung von Sonderzügen. Hintergrund ist der Streit um ausstehende Zahlungen in Millionenhöhe. Um den VRR zur Zahlung der Summe zu bewegen, will die Bahn ab März Sonderzüge zu Bundesligaspielen einstellen.

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Außerdem droht die Bahn, ab dem Sommer das Angebot im S-Bahnverkehr auszudünnen. Der VRR hingegen kündigte an, er wolle mit einer sogenannten Auferlegung die Bahn nun notfalls verpflichten, die Nahverkehrsleistungen zu erbringen.

Die Leistungen müssten dann nicht auf Basis eines gültigen Vertrages, sondern aufgrund der ausgesprochenen Auferlegung erbracht werden, hieß vom VRR. "Diesen Unterschied werden die Fahrgäste in den Bahnen jedoch gar nicht mitbekommen", erklärte VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann. Zudem prüfe der VRR die Vergabe der Verkehrsleistungen an andere Unternehmen.

Die Bahn und der VRR liegen seit dem vergangenen Jahr im Clinch, weil der Verkehrsverbund aufgrund eines Gutachtens entschied, seine Zahlungen an die Bahn um 54 Millionen Euro zu kürzen. Als Grund gab der VRR an, dass die Bahn im 2004 abgeschlossenen Verkehrsvertrag überhöhte Preise zugrunde gelegt habe. Zudem war der VRR mit Pünktlichkeit und Sauberkeit der bereitgestellten Züge unzufrieden. Die Bahn hatte daraufhin vorübergehend Sonderverkehre unter anderem zu Bundesligaspielen eingestellt. Zudem verklagte sie den VRR auf Einhaltung des Vertrages.

Im vergangenen Jahr konnte der VRR derweil einen erneuten Anstieg bei den Fahrgastzahlen verzeichnen. So stieg die Zahl der entgeltlichen Fahrten in Vergleich zu 2006 um 0,6 Prozent auf 1,1 Milliarden. Die Einnahmen wuchsen um 4,3 Prozent auf 870 Millionen Euro.

Diese Mehreinnahmen würden durch Kürzungen der öffentlichen Mittel von Bund und Land sowie die gestiegenen Energiepreise aber "wieder aufgebraucht", hieß es. Zum 1. August 2008 werden deshalb die Tarife im VRR um durchschnittlich 5,5 Prozent angehoben. Überdies wird eine neue Tarifstruktur eingeführt, die statt drei künftig vier Preisstufen vorsieht.

Quelle: afp

 
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