Defekte EC-Karten: Banken beginnen Anfang Februar mit Reparatur
zuletzt aktualisiert: 21.01.2010 - 18:39Berlin (RPO). Deutschlands Banken und Sparkassen wollen zum Beginn der Winterferien in mehreren Bundesländern Anfang Februar mit der Reparatur der rund 30 Millionen defekten EC- und Kreditkarten beginnen. Diesen Service sollten Kunden nutzen, die bis Mitte Februar ins Ausland reisen wollten.
Bei den Sparkassen stünden ab Monatsbeginn 5000 spezielle Terminals zur Verfügung, mit denen neue Software auf die bislang fehlerhaften Mikrochips auf den Karten gespielt werden solle, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Donnerstag in Berlin mit.
Der Reparatur-Vorgang dauere nur wenige Sekunden und erfolge durch Sparkassen-Mitarbeiter. Ab Mitte des Monats sei die Reparatur dann auch bei der Benutzung von Geldautomaten möglich, teilte der DSGV mit.
Kunden, die kurzfristig ins Ausland reisen wollten, könnten bei Volks- und Raiffeisenbanken eine Ersatz-EC-Karte bekommen, teilte der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Der BVR kündigte an, bereits ab Anfang Februar sei die Reparatur der betroffenen Karten an ersten Geldautomaten möglich, bis Mitte Februar an allen Geräten.
Ähnlich wie der BVR sagte auch der Sparkassenverband von dem Kartendefekt betroffenen Auslandsreisenden einen Kartenaustausch zu. Daneben biete sich auch der Einsatz von Reiseschecks an, teilte der DSGV mit. Die Kunden sollten sich zehn Tage vor Reisbeginn bei ihren Sparkassen melden. Ab Anfang Februar sind in Berlin, Brandenburg und Thüringen Winterferien - später dann auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
In Deutschland behilft sich die Kreditwirtschaft momentan noch mit einer Notlösung, damit Verbraucher mit den defekten Karten zahlen können. Bei den betroffenen Karten wird an Geldautomaten oder an den Kassen im Handel nicht mehr der goldene Chip auf der Vorderseite gelesen, sondern der Magnetstreifen auf der Rückseite.
Bei den Zahlkarten war es mit dem Jahreswechsel zu Schwierigkeiten gekommen, weil der Chip die Jahreszahl 2010 nicht mehr richtig verarbeiten konnte. Die Sparkassen sind mit 23,5 Millionen defekten Karten von dem Problem weitaus am stärksten betroffen.
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