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Skandal um Ex-US-Börsenchef Madoff: Banken und Hedge-Fonds gehören zu den Opfern

zuletzt aktualisiert: 13.12.2008 - 17:14

New York (RPO). Der milliardenschwere Betrugsskandal um Ex-Nasdaq-Chef Bernard L. Madoff ist offenbar größer als zunächst gedacht. Auch große Namen der Finanzwelt sind betroffen. So gehörten auch die französische Großbank BNP Paribas und die japanische Nomura zu den Opfern des Managers.

Ex-Nasdaq-Chef Bernard L. Madoff soll Banken und Investoren um Milliarden betrogen haben.  Foto: New York Times, AP
Ex-Nasdaq-Chef Bernard L. Madoff soll Banken und Investoren um Milliarden betrogen haben. Foto: New York Times, AP

Es geht um die Veruntreuung von 50 Milliarden Dollar. Der ehemalige Chef der US-Technologiebörse Nasdaq ist unter Betrugsverdacht festgenommen worden. Zu seinen Opfern gehören offenbar auch prominente Namen der Finanzbranche. Betroffen sind unter anderem die französische Großbank BNP Paribas und die japanische Nomura, berichtet das "Wall Street Journal".

Auch mehrere Unternehmen aus der Hedge-Fonds-Branche und Prominente wie der Eigentümer des Baseball-Teams "New York Mets" seien betroffen. Madoff wurde am Donnerstag festgenommen und später gegen eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar wieder freigelassen.

Der 70-Jährige ist Gründer der Bernard L. Madoff Investment Securities LLC. Zudem betrieb er nach Angaben der Ermittler ein zweites und heimliches Unternehmen mit bis zu 25 Kunden, das Anlagen im Wert von 17 Milliarden Dollar managte. Am Mittwoch habe Madoff eingeräumt, bei dem Geschäft habe es sich um "eine einzige große Lüge" gehandelt habe. Tatsächlich sei er seit Jahren zahlungsunfähig.

Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe bis zu fünf Millionen Dollar. Madoffs Investment Securities LLC war maßgeblich am Aufbau der Technologiebörse Nasdaq beteiligt. Zeitweise war Madoff deren Verwaltungsratsvorsitzender und Mitglied des Direktoriums.


 
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