Krisenjahr 2009: Banken verloren mehr als 12.000 Stellen
zuletzt aktualisiert: 01.07.2010 - 17:10Berlin (RPO). Die deutschen Banken haben im Krisenjahr 2009 rund 12.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die Zahl der Beschäftigten sank damit erneut um 1,8 Prozent auf 663.000, wie der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) am Donnerstag mitteilte.
Überdurchschnittlich stark waren die Stellenstreichungen im privaten Bankgewerbe. Hier ging die Zahl der Beschäftigten um vier Prozent auf rund 182.000 zurück. Wegen der schwierigen Marktentwicklung seien insbesondere Stellen bei Vertretungen und Tochtergesellschaften der Institute im Ausland gestrichen worden, berichtete der Verband. Auch der anhaltende Konsolidierungstrend in der Branche hinterlasse seine Spuren.
Die Banken-Arbeitgeber betonten, dass der Stellenabbau wie in der Vergangenheit sozialverträglich gestaltet worden sei. So hätten die Institute nicht nur die Fluktuation, sondern verstärkt Instrumente zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben genutzt, insbesondere Altersteilzeit-Modelle.
Immer weniger Beschäftigte
Die Zahl der Bankbeschäftigten sank nach Angaben von AGV-Geschäftsführer Carsten Rogge-Strang in den vergangenen Jahren kontinuierlich. 1994 hatte die Branche noch 780.000 Mitarbeiter. Auch im laufenden Jahr rechnen die Privatbanken nach Verbandsangaben nicht zuletzt im Zuge des Zusammenschlusses von Dresdner und Commerzbank mit weiteren Arbeitsplatzverlusten.
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