Giganten-Hochzeit bei Krankenkassen?: Barmer und Gmünder verhandeln über Fusion
zuletzt aktualisiert: 05.07.2009 - 11:24Frankfurt/Main (RPO). Die Barmer Ersatzkasse und die Gmünder Ersatzkasse (GEK) wollen möglicherweise zur bundesweit größten gesetzlichen Krankenversicherung fusionieren. Über entsprechende Gespräche berichtete die Tageszeitung "Die Welt".
Als möglicher Termin für einen Zusammenschluss zu der Mega-Kasse mit dann zusammen 8,5 Millionen Versicherten werde der 1. Januar 2010 genannt, schrieb das Blatt unter Berufung auf Kassenkreise.
Weder die Barmer noch die GEK wollten die Pläne offiziell bestätigen. "Über Fusionen redet man nicht. Wenn es sie geben soll, dann macht man sie", sagte Barmer-Sprecher Thorsten Jakob.
Man stehe dem Zusammenschluss mit anderen Kassen aber offen gegenüber. GEK-Sprecher Kai Behrens sagte dem Blatt, für seine Kasse seien Fusionen "derzeit kein Thema". Sie wolle möglichst eigenständig bleiben. Die GEK hat 1,7 Millionen Versicherte, die Barmer 6,8 Millionen.
Neuen Schwung könnten die Gespräche durch die in dieser Woche bekanntgegebene Fusion des Konkurrenten DAK mit der kleinen Hamburg Münchener Krankenkasse bekommen, wie die "Welt" weiter schreibt. Beide wollen ab 1. Januar 6,3 Millionen Menschen versichern.
Am Freitag kündigten auch drei Betriebskrankenkassen an, sich zur BKK Gesundheit zusammenschließen zu wollen. Mit zusammen 1,5 Millionen Versicherten bilden sie ebenfalls ab Januar die größte Betriebskrankenkasse.
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