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Bau CO-Pipeline ddp 2009
  Foto: ddp, ddp
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Konzern will vor Gericht kämpfen: Bayer hält am Weiterbau der CO-Pipeline fest

VON ANTJE HÖNING - zuletzt aktualisiert: 01.07.2009 - 07:37

Leverkusen (RP). Der Bayer-Konzern will die umstrittene Kohlenmonoxid-Pipeline fertig bauen und so bald wie möglich in Betrieb nehmen. "Wir halten definitiv an der Pipeline fest", sagte Axel Steiger-Bagel, Vorstandsmitglied der zuständigen Kunststoff-Tochter Bayer Material Science, im Gespräch mit unserer Redaktion. Damit beendete er wochenlange Spekulationen um einen Ausstieg Bayers aus dem Projekt.

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Die Pipeline soll das giftige Gas Kohlenmonoxid (CO) vom Bayer-Werk Dormagen nach Krefeld-Uerdingen leiten, wo es als Rohstoff für die Kunststoffproduktion gebraucht wird. Laut Steiger-Bagel ist die Pipeline zu 99 Prozent fertiggestellt.

Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich, dass der Chemiekonzern die Bedenken des Verwaltungsgerichts Düsseldorf im laufenden Hauptsacheverfahren ausräumen kann. Die CO-Pipeline sei besser abgesichert, als es der Gesetzgeber verlangt, so Steiger-Bagel. "Das Sicherheitskonzept der Rohrleitung geht über das gesetzlich geforderte Niveau hinaus und setzt neue Maßstäbe im Pipelinebau." Davon muss der Konzern nun die Richter überzeugen. Sie entscheiden, ob Bayer die Leitung überhaupt in Betrieb nehmen darf. Ein Urteil wird im kommenden Jahr erwartet.

Am 26. Mai hatte das Verwaltungsgericht zunächst einen Eilantrag des Konzerns zurückgewiesen und damit die rasche Inbetriebnahme der Pipeline verhindert. Das Gericht sah die Sicherheitslage verschlechtert, weil teilweise dünnere Rohre verlegt wurden, als es der ursprüngliche Planungsbescheid vorsah. Auch wurden oberhalb der Pipeline nur 60 Zentimeter breite Warnmatten (Geo-Grid-Matten) verwendet – im ersten Bescheid waren 80 Zentimeter vorgesehen.

"Wir wollen dieses wichtige Infrastrukturprojekt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zum Erfolg führen, damit unsere Standorte international wettbewerbsfähig bleiben", sagte Steiger-Bagel. Derzeit produziert Krefeld den Rohstoff Kohlenmonoxid selbst, doch die Anlage könne den Bedarf allein auf Dauer nicht zuverlässig decken, so Bayer. Zudem kann der Konzern CO in Dormagen unter anderem aus dem Treibhausgas Kohlendioxid herstellen, das er sonst in die Atmosphäre bläst.

Die nordrhein-westfälische Bevölkerung ist in der Frage gespalten. Seit zwei Jahren gibt es massive Proteste von Anwohnern. "Wir haben aber auch weite Teile der Gesellschaft hinter uns. Wir stärken ja den Standort NRW", so Steiger-Bagel. Jüngst erst hatten sich der Landtag, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Gewerkschaft IG BCE für die Pipeline ausgesprochen.

Quelle: RP

 
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