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US-Saatguthersteller
Monsanto lehnt neues Übernahmeangebot von Bayer ab

Bayer: Monsanto lehnt neues Übernahmeangebot ab
Der US-Saatguthersteller Monsanto ziert sich. FOTO: ap, SP
New York. Der US-Saatguthersteller Monsanto will auch von dem erhöhten Übernahmeangebot des Bayer-Konzerns nichts wissen. Der Vorschlag sei "unzureichend", teilte Monsanto am Dienstag mit. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hatte sein Angebot vergangene Woche um drei Dollar pro Aktie auf 125 Dollar erhöht.

Die Offerte reiche finanziell nicht aus, um einen Deal sicherzustellen, teile das Unternehmen am Dienstag mit. Monsanto bleibe aber offen für Gespräche mit dem Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern sowie anderen Parteien, hieß es.

Am Markt wird davon ausgegangen, dass Bayer mit der in der vergangenen Woche von 122 auf 125 US-Dollar je Aktie angehobenen Offerte Monsanto dazu bewegen wollte, Einblick in die Bücher zu gewähren. Das würde es Bayer erleichtern, sich ein Bild vom Wert des US-Konzerns zu machen.

Mit 62 Milliarden Dollar ging es los

Bayers Ursprungsangebot lag bei insgesamt 62 Milliarden Dollar inklusive der Schulden von Monsanto. Bayer bot Monsanto darüber hinaus zuletzt eine sogenannte Aufhebungszahlung von 1,5 Milliarden Dollar an, falls die Kartellfreigaben nicht erteilt werden sollten.

Die Aufstockung war laut Bayer möglich geworden, nachdem der Konzern in vertraulichen Gesprächen mit Monsanto zusätzliche Informationen erhalten habe, hieß es damals. Bayer sprach von einer "hoch attraktiven" Offerte für die Monsanto-Aktionäre. Sie biete die beste Gelegenheit zur sofortigen und sicheren Wertsteigerung für deren Aktien, sagte Bayer-Chef Werner Baumann am vergangenen Donnerstag. Bayer habe die feste Absicht, diese Transaktion abzuschließen.

Die Leverkusener hatten im Mai überraschend die geplante Übernahme des Saatgutspezialisten aus den USA angekündigt. Der deutsche Konzern würde durch den Rekord-Zusammenschluss zur weltweiten Nummer eins im Agrarchemiegeschäft aufsteigen. Dennoch war der Deal von Anfang an umstritten: Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik.

Monsanto spricht auch mit anderen

Dem US-Hersteller von genmanipuliertem Saatgut wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Außerdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Monsanto vermarktet Glyphosat unter dem Namen Roundup. Vor kurzem hatte die EU-Kommission die Europa-Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters um bis zu 18 Monate verlängert.

Monsanto hatte Kreisen zufolge erst vor Kurzem Gespräche mit dem Bayer-Konkurrenten BASF über eine Kombination der jeweiligen Agrarchemie-Sparten wieder aufgenommen. Die Amerikaner prüften verschiedene Transaktionen einschließlich der Übernahme des BASF-Geschäfts mit Lösungen für die Agrarwirtschaft, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg vor rund einer Woche unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

(AFP/dpa/csi)
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