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Pläne für Monsanto-Übernahme
Bayers Pakt mit dem Teufel macht Sinn

Pläne für Monsanto-Übernahme: Bayers Pakt mit dem Teufel macht Sinn
Bayer hat ein Angebot für den US-Agrarchemie-Riesen Monsanto vorgelegt. FOTO: dpa, obe fdt mg
Meinung | Leverkusen. Bayer will den weltweit größten Genpflanzenhersteller Monsanto übernehmen. Unternehmerisch ist diese Entscheidung äußerst sinnvoll - entscheidend wird sein, wie gut Bayer-Chef Baumann den Deal verkaufen kann. Von Antje Höning

Bayer-Chef Werner Baumann startet mit der Monsanto-Übernahme eine riskante Wette: Bayer will als Nummer drei der Agrochemie nicht nur die Nummer eins übernehmen und den teuersten Deal der deutschen Wirtschaftsgeschichte wagen - Bayer will sich ausgerechnet den umstrittensten Konzern einverleiben.

Hersteller von Agent Orange und Glyphosat, größter Genpflanzenhersteller der Welt: Bayer ist auf gutem Weg, sich für 62 Milliarden Dollar ein denkbar schlechtes Image einzukaufen. Kein Wunder, dass die Welle der Ablehnung hochschlägt.

Doch Baumann ist kühler Kaufmann: Ohne Gentechnik wird sich die wachsende Weltbevölkerung nicht ernähren lassen. Und wenn Bayer das große Zukunftsgeschäft nicht macht, dann ein anderer. Zugleich stellt er Bayer damit auf zwei stabile Beine. So wie die Kunststoffsparte Bayer einst in der Lipobay-Krise gerettet hat, so soll nun die Agrarchemie für Ausgleich zu Pharma sorgen.

Rein unternehmerisch macht der Deal viel Sinn. Entscheidend wird sein, ob Baumann nicht nur Kaufmann, sondern auch Politiker ist. Er muss die Öffentlichkeit überzeugen, dass er 62 Milliarden nicht für einen Pakt mit dem Teufel zahlt, sondern für einen Zukunftspakt für Bayer.

Quelle: RP
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