Gesundheitsfonds: Behörde dementiert AOK-Milliardenrückzahlung
zuletzt aktualisiert: 19.10.2009 - 14:48Bonn (RPO). Der Präsident des Bundesversicherungsamtes (BVA), Josef Hecken, hat Berichte zurückgewiesen, wonach Strukturanpassungen im Gesundheitsfonds zu einem Milliardenloch bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) führen könnten. "Mir ist völlig schleierhaft, wie die öffentlich genannten Zahlen zustande kommen", sagte Hecken am Montag in Bonn. Für sie gebe es keine Erklärung.
Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte berichtete, dass die 15 Ortskrankenkassen bis Ende Oktober eine Milliarde Euro an den Gesundheitsfonds zurückzahlen müssten. Ursache sei eine erneute Korrektur der Auszahlungen aus dem Fonds durch das zuständige Bundesversicherungsamt auf Grundlage neuer Krankheitsdaten.
Nach Angaben Heckens handelt es sich lediglich um ein Minus in Höhe von 172 Millionen Euro. "Das sind bezogen auf das Gesamtzuweisungsvolumen von gut 43 Milliarden Euro an die AOKen lediglich 0,4 Prozent weniger", sagte Hecken. Interessant sei aber, dass nicht alle Ortskrankenkassen gleichmäßig betroffen seien, weil sich die Versichertenbestände unterschiedlich entwickelt hätten.
Zweimal im Jahr gibt es im Gesundheitsfonds Strukturanpassungen, mit denen die Zahlungen an die Kassen den Veränderungen im Versichertenbestand angeglichen werden sollen. "Kassen, die zum Beispiel Versicherte verloren haben, erhalten durch die Anpassung weniger Geld, andere Kassen, die Zuwächse im Bestand haben, bekommen mehr", erläuterte Hecken.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
