Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn: "Bei Vattenfall geht Profit vor Sicherheit"
zuletzt aktualisiert: 26.08.2009 - 06:57Osnabrück (RPO). Vor der Sondersitzung des Bundestags-Umweltausschusses an diesem Mittwoch zu Pannen im Atomkraftwerk Krümmel fordern die Grünen das Aus für den Meiler und den Lizenzentzug für Betreiber Vattenfall.
Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Das AKW Krümmel muss so schnell wie möglich abgeschaltet werden. Denn dem Betreiber Vattenfall fehlt jede Sicherheitskultur."
Die Grünen stützten sich in ihrem Urteil auch auf Aussagen des ehemaligen Reaktorkonstruktionschefs bei Vattenfall, Lars-Olov Höglund, der mittlerweile die schwedische Regierung bei der Novelle des Atomgesetzes berate.
Nach Höhns Angaben hält Höglund die geänderte Firmenphilosophie Vattenfalls ab den 90er-Jahren "für die Ursache der unzureichenden Sicherheitskultur". Statt Techniker säßen nun Betriebswirtschaftler und Juristen an den entscheidenden Stellen. Höhn sagte: "Profit geht bei Vattenfall vor Sicherheit."
Die Grünen-Fraktionsvize verwies außerdem auf die jüngste Studie der Grünen, die von Physikerin Oda Becker vorgenommen worden war. Die Untersuchung belege drei Vorwürfe: "Der Meiler ist störanfällig, die Betreibermannschaft überfordert und die Sicherheitskultur Vattenfalls mangelhaft", sagte Höhn.
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