Versicherer nennen Anpassung an neue Sterbetafeln als Grund: Beiträge zur privaten Rentenversicherung steigen
zuletzt aktualisiert: 28.07.2004 - 09:58München (rpo). Keine guten Aussichten für den Abschluss einer privaten Rentenversicherung. Die Beiträge sollen Versicherungen zufolge drastisch um bis zu 20 Prozent steigen.
Bei Neuabschlüssen spätestens ab dem kommenden Jahr ergäbe sich durch die Anpassung an die überarbeiteten Sterbetafeln der deutschen Aktuarvereinigung ein Preisanstieg um zwei bis 20 Prozent, berichtet das Magazin "Focus-Money". Das Magazin beruft sich dabei auf eine Umfrage unter 40 deutschen Versicherern. Im Einzelfall sei der Prämienanstieg stark abhängig von Geschlecht, Laufzeit des Vertrags und Alter bei Vertragsabschluss.
So erwarte Branchenführer Allianz Leben bei Sofort-Rentenversicherungen ein Beitragsplus von rund acht Prozent, berichtet das Magazin weiter. "Bei aufgeschobenen Rentenversicherungen wird der Anstieg höher und stark abhängig von der Aufschubdauer sein", sagte Eckhart Hütter, Vorstand bei der Allianz Leben. Die Süddeutsche Leben gehe von einem Prämienanstieg von etwa zehn bis 20 Prozent aus. R+V habe angekündigt, für Männer die Prämien der Sofort-Rentenversicherungen um rund fünf bis zehn, bei aufgeschobenen Policen um zehn bis 15 Prozent anzuheben. Bei LVM stiegen die Beiträge für Männer um etwa zehn bis 20 Prozent, bei Frauen um die Hälfte. Die Hamburg Mannheimer wolle die Preise für aufgeschobene Rentenversicherungen bei Männern um durchschnittlich zehn bis zwölf Prozent anheben, bei Frauen um zwei bis vier Prozent.
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