kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Eklat im Krankenkassen-Schätzerkreis: Beitrag steigt auf mindestens 15,5 Prozent

zuletzt aktualisiert: 02.10.2008 - 21:18

Berlin (RPO). Der Kassenbeitrag soll zum Start des Gesundheitsfonds 2009 einheitlich bei 15,5 Prozent festgelegt werden. Dies empfahlen Gesundheitsministerium und Bundesversicherungsamt am Donnerstag in Bonn. Damit würde die Krankenversicherung im kommenden Jahr für 92,1 Prozent aller Kassenmitglieder oder rund 46 Millionen Menschen teurer. Noch stehen letzte Beratungen in der Regierung allerdings aus. Die Krankenkassen halten den vorgeschlagenen Satz für zu niedrig und fordern 15,8 Prozent.

Zu niedrige Gebühren hätten eine Abwanderung von Besserverdienenden zur Folge.  Foto: ddp, ddp
Zu niedrige Gebühren hätten eine Abwanderung von Besserverdienenden zur Folge. Foto: ddp, ddp

Derzeit liegt der Krankenkassenbeitrag im Durchschnitt bei 14,9 Prozent inklusive des Sonderbeitrags, den Arbeitnehmer alleine tragen. Vier Tage lang hatte der Schätzerkreis der Krankenversicherung in Bonn versucht, Einnahmen und Ausgaben der Kassen für 2009 vorauszuschätzen. Am Ende wurden sich die Experten allerdings nicht einig. Es kam keine einheitliche Empfehlung zustande, die Sitzung endete in einem Eklat. Gesundheitsministerium und BVA gaben zusammen eine "Mehrheitsempfehlung" ab.

Die Chefin des Spitzenverbandes der Krankenkassen, Doris Pfeiffer, betonte, die Krankenkassen hielten einen Beitragssatz von 15,8 Prozent für notwendig, um ihre Kosten im kommenden Jahr sicher zu finanzieren. "Nicht mehr, aber leider auch nicht weniger", erklärte Pfeiffer. Jetzt sei die Bundesregierung am Zug. "Sie ist aufgefordert, den Beitragssatz so festzusetzen, dass die Finanzierung der Ausgaben für die medizinische Versorgung auch tatsächlich gesichert ist."

Info

Schätzerkreis

Dem "Schätzerkreis für einen allgemeinen Beitragssatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung" gehören Fachleute des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamtes sowie des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen an.
Zur Vorbereitung auf die Festlegung eines allgemeinen Beitragssatzes hatte der Kreis seine Beratungen am Montag in Bonn aufgenommen und bis Donnerstag getagt.

Der Präsident des Bundesversicherungsamts, Josef Hecken, betonte hingegen, eine Mehrheit im Schätzerkreis halte 15,5 Prozent für ausreichend. Dieser Wert sei "eine seriöse und verlässliche Orientierungshilfe für die Festlegung des Beitragssatzes für das Jahr 2009".

Damit ließen sich die erwarten Ausgaben im kommenden Jahr zu 100 Prozent decken. Die gesetzlicher Krankenversicherung erhalte damit mehr als zehn Milliarden Euro zusätzlich im kommenden Jahr. Mit diesen zusätzlichen Finanzmitteln würden die zu erwartenden Ausgabensteigerungen "adäquat abgebildet".

Auch das Gesundheitsministerium vertrat diese Auffassung. Die Mehrheitsempfehlung von 15,5 Prozent werde in den Entwurf der Verordnung übernommen, mit der der Beitragssatz für kommendes Jahr festgelegt wird. Danach folge die Ressortabstimmung und am Dienstag ein Kabinettsbeschluss.

Zuvor tagt aber am Sonntag noch der Koalitionsausschuss. Aus Regierungskreisen hatte es schon vor dem Schätzergebnis geheißen, man werde beim Beitrag am untersten Rand dessen bleiben, was möglich sei. Es ist deshalb nicht ganz ausgeschlossen, dass der Schätzwert noch verändert wird.

Zwtl:Schon vor Jahresende 15 Prozent

Nach Angaben des Bundesversicherungsamts wird die Krankenversicherung sogar noch vor dem Jahresende für Hunderttausende teurer. Erstmals wird ein Rekordbeitragssatz von im Durchschnitt 15 Prozent erreicht. Hintergrund ist das Bemühen einiger Kassen, noch vor der Einführung des Einheitsbeitrags zusätzliches Geld zu mobilisieren.

Vier bundesweit tätige Krankenkassen hätten Beitragserhöhungen vor Jahresende beantragt, sagte ein Sprecher des BVA. Bei einer weiteren sei ein solcher Antrag in der Debatte. Nur eine Kasse habe eine Senkung des Beitragssatzes avisiert. Namen nannte er nicht.

Zuvor hatte die AOK Baden-Württemberg zum 1. Oktober ihren Beitragssatz um 0,6 Prozentpunkte auf 16,0 Prozent erhöht - inklusive des Sonderbeitrags von 0,9 Prozent. So wolle sie die bis Jahresende vorgeschriebene Entschuldung erreichen, hieß es.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Iren stimmen in Referendum für Fiskalpakt

Euro-Krise

Iren stimmen in Referendum für Fiskalpakt

Die Iren haben bei einem Referendum am Donnerstag mit deutlicher Mehrheit dem Beitritt zum EU-Fiskalpakt zugestimmt. mehr 

Schlecker-Kette wird zerschlagen

Merkel will Betroffenen helfen

Schlecker-Kette wird zerschlagen

Das Aus für die insolvente Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Merkel will Betroffenen helfen

Schlecker-Kette wird zerschlagen

Märkte in Aufruhr

Dax stürzt kräftig ab

17,4 Millionen Menschen betroffen

Arbeitslosen-Rekord in Euroländern

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Atommülllager Schacht Asse - Altmeier

Debatte um marodes Atommüll-Lager

Altmaier will Lex Asse zur Atommüll-Bergung

Umweltminister Peter Altmaier will mit einem Sondergesetz das Bergen radioaktiver Abfälle aus dem Atommüll-Lager Asse beschleunigen. mehr

 
Großer Zapfenstreich für Wulff

Staatsanwaltschaft Berlin

Ermittlungsverfahren gegen Wulff eingestellt

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen Christian Wulff wegen Vorteilsannahme eingestellt. mehr

 

Elfjähriger berichtet aus Syrien

Ali al Sajed überlebte das Hula-Massaker

 
 

Ergebnisse der Innenministerkonferenz

Härte gegen Islamisten, Rocker und Hooligans

 
 

Schüsse auf Bundeswehr im Kosovo

Zwei deutsche Nato-Soldaten angeschossen

 
Strom-Rechner

kWh
vergleichen