Niedrigster Stand seit sechs Wochen: Benzinpreis fällt an Ostern
zuletzt aktualisiert: 25.03.2008 - 14:54Düsseldorf (RPO). Der kräftige Ölpreisverfall der vergangenen Woche ist nun auch auf dem deutschen Markt angekommen. Der Benzinpreis ist über Ostern auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar gefallen. Ein Liter kostete nach Shell-Angaben 1,39 Euro im Bundesschnitt. Diesel fiel auf 1,31 Euro pro Liter, den tiefsten Stand seit Anfang März.
Am Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl 101,32 Euro im Computerhandel an der New Yorker Rohstoffbörse. Damit liegt der Preis inzwischen rund 10 Prozent unter dem Höchststand von fast 112 Dollar aus der vergangenen Woche.
Als ein Grund für den Preisverfall gilt der leicht steigende Dollarkurs. Als Hauptursache wird die drohende Wirtschaftskrise in den USA genannt. So schürte die Rettungsaktion der amerikanischen Notenbank Fed und der Investmentbank JPMorgan für die Bear-Stearns-Bank Sorgen über tiefgehende wirtschaftliche Probleme.
USA größter Energieverbraucher der Welt
Die USA sind der größte Energieverbraucher der Welt. Eine Wirtschaftskrise in dem Land könnte den Ölverbrauch dämpfen und so Nachfrage und Preis unter Druck bringen. Außerdem ist das jetzt beginnende Frühjahr historisch gesehen immer die Jahreszeit mit der niedrigsten Ölnachfrage: Die Heizperiode geht vorbei, aber der sommerliche Urlauberverkehr hat noch nicht eingesetzt.
Allerdings sehen viele Analysten den weltweiten Ölverbrauch dennoch steigen, weil Schwellenländer wie China und Indien immer mehr davon importieren.
Solange der Dollar grundsätzlich schwach bleibt, wird es nach Ansicht vieler Marktkenner außerdem eine Unterstützung für den Ölpreis geben, weil Rohstoffe wie Öl und Gold als eine Absicherung für den fallenden Dollar gesehen würden. David Moore von der australischen Commonwealth Bank sagte, weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed könnten den Dollar bald wieder unter Druck setzen und so den Ölpreis steigen lassen.
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