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Hauptstadtflughafen
BER-Eröffnung - Brandenburg und Airlines machen Druck

BER-Eröffnung - Brandenburg und Airlines machen Druck
Eine Leiter steht hinter einem Sichtschutz auf der Baustelle des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld. FOTO: dpa, rhi tba
Potsdam/Berlin . Ist Flughafenchef Karsten Mühlenfeld für die jüngsten Verzögerungen am Großflughafen BER verantwortlich? Und hat er eigensinnig seinen Technikchef entlassen? Egal, sagen viele inzwischen. Wichtig sei jetzt, dass Personalwechsel nicht noch zusätzliche Wartezeit bringen.

Die rot-rote Landesregierung in Brandenburg will sich in der Debatte um die Zukunft von BER-Flughafenchef Karsten Mühlenfeld vor allem von einer schnellen Fertigstellung des Projekt leiten lassen.

"Wir brauchen einen kühlen Kopf", mahnte Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider, der auch Vize-Aufsichtsratschef ist, am Mittwoch im Landtag in Potsdam. Alle Maßnahmen müssten sich an dem Ziel messen lassen, das Großprojekt schnell in Betrieb zu nehmen. "Wir stehen nach wie vor zum BER."

Mühlenfeld war unter Druck geraten, weil er sich von Bauleiter Jörg Marks getrennt hatte. Für Mittwochabend war dazu auf Wunsch des Bundes eine Sondersitzung des Aufsichtsrats geplant. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass dort Mühlenfeld selbst entlassen wird.

Die deutschen Airlines hatten sich vor der Sitzung nach dpa-Informationen gegen eine Ablösung von Mühlenfeld stark gemacht. "Auch wenn zwischenzeitlich klar ist, dass eine Inbetriebnahme des BER in 2017 nicht mehr erfolgen kann, so wäre es aus unserer Sicht sehr fraglich, ob ein erneuter Wechsel in der Geschäftsführung einer baldigen Fertigstellung und Inbetriebnahme des BER zuträglich wäre", hieß es in einem Brief des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), Ralf Teckentrup, an den Chef des Aufsichtsrates, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Der Brief lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

In dem Schreiben heißt es weiter, man wolle sich zwar nicht in die internen Entscheidungen der Eigentümer einmischen. Die Airlines würden es aber begrüßen, wenn bei der Entscheidung auch die Dauer bis zur Inbetriebnahme berücksichtigt würde. Mitglieder des BDF sind unter anderem Lufthansa, AirBerlin oder der Ferienflieger TUIfly.

(dpa)
 
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