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Angebote von drei Interessenten: Bericht: Filmstudio Babelsberg vor Verkauf

zuletzt aktualisiert: 02.06.2004 - 12:53

Hamburg (rpo). Das Filmstudio Babelsberg soll vor dem Verkauf stehen. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, will der französische Vivendi-Konzern das Studio noch in diesem Jahr loswerden.

"Entweder es passiert noch im Juni etwas, oder es dauert bis Jahresende", sagte Betriebsratschef Jan-Peter Schmarje nach einem Bericht in der Mittwochsausgabe des Blattes. Inzwischen hätten drei Interessenten Angebote vorgelegt: Das Babelsberg-Management um Studiochef Thierry Potok, die ARD über ihr Studio Hamburg und zwei Münchener Investoren aus dem Film- und Fernsehgeschäft.

Alle Angebote sehen laut "Financial Times" einen so genannten Negativ-Kaufpreis vor. Aufgrund von Steuerschulden und Auflagen der Treuhandgesellschaft müsse Vivendi bei dem Handel drauflegen. Die ARD strebe eine Zuzahlung von 40 Millionen Euro an, Potok und die bayerischen Investoren wollten 20 Millionen Euro erlösen, heißt es in dem Bericht weiter. Das Angebot des Babelsberg-Managements sei finanziell am attraktivsten.

Das Filmatelier in Babelsberg wurde 1911 gegründet und erlebte in der Zwischenkriegszeit mit den Ufa-Produktionen "Metropolis" von Fritz Lang und "Der Blaue Engel" von Josef von Sternberg eine erste Blütezeit. In der Ära der DDR wurden dort von der DEFA über 700 Spielfilme produziert. Im August 1992 veräußerte die Treuhand die Babelsberger Studios an den französischen Konzern Compagnie Générale des Eaux, der heute zu Vivendi Universal gehört. Zu den Babelsberger Großproduktionen der vergangenen Jahre zählt Roman Polanskis "Der Pianist".

 


 
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