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panorama Wirtschaft Opel AP
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Opel-Sanierung: Betriebsrat kritisiert Pläne des Autobauers

zuletzt aktualisiert: 20.01.2010 - 17:47

Rüsselsheim (RPO). Beim angeschlagenen Autobauer Opel droht erneut ein Konflikt mit den Beschäftigten. Der erst vor wenigen Tagen vorgelegte Sanierungsplan für Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall biete "keine Chance" für eine erfolgreiche Zukunft, kritisierten die Vertreter der Gewerkschaft IG Metall im Opel-Betriebsrat am Mittwoch in einem Schreiben an die Belegschaft, in das die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires Einsicht hatte.

Die geplanten Einschnitte in den Werken basierten auf den Verkaufsprognosen des Krisenjahres 2010, monierten die Gewerkschafter. Sobald die Absatzzahlen wieder ansteigen, habe Opel zu wenig Kapazitäten in Europa. "Durch die massiven Einschnitte fehlt das Geld für zusätzliche Produktinvestitionen", hieß es weiter. Zudem seien immer noch Werkschließungen vorgesehen. Die Opel-Führung sei bislang nicht von dem Plan abgerückt, das Werk im belgischen Antwerpen zu schließen.

Unklare Personalplanung

Die Opelaner sorgen sich auch um mögliche weitergehende Pläne zum Personalabbau. Die geplante Streichung von rund 8300 der rund 50.000 Stellen in Europa beziehe sich nur auf das laufende Jahr, hieß es in dem Schreiben. Für die kommenden Jahre liege keine Personalplanung vor. Auch sei unklar, wo und in welchen Bereichen die Stellen wegfallen sollen. Sichtbar werde lediglich, "dass die Hauptlast des Personalabbaus in Deutschland und Belgien getragen werden soll".

Der neue Opel-Chef Nick Reilly fordert von den Opelanern einen Sanierungsbeitrag von 265 Millionen Euro pro Jahr. Im Gegenzug verlangen die Beschäftigten, an der neuen Gesellschaft beteiligt zu werden sowie eine stärkere Mitbestimmung durch eine Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft (AG). Die Gespräche darüber lägen derzeit allerdings auf Eis.

Insgesamt sieht Opel für die Restrukturierung sowie notwendige Zukunftsinvestitionen einen Finanzbedarf von 3,3 Milliarden Euro. Einen Teil davon will die US-Konzernmutter General Motors (GM) selbst aufbringen, der Rest soll von den europäischen Ländern mit Opel/Vauxhall-Standorten kommen.

Quelle: DDP/felt

 
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