Börsengang von GM: Betriebsratschef Franz sieht Nachteile für Opel
zuletzt aktualisiert: 15.11.2010 - 17:03München (RPO). Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz hält den erneuten Börsengang des Mutterkonzerns General Motors (GM) für verfrüht. GM habe zwar drei gute Quartale abgeliefert. "Aber wir müssen auch in Europa erst einmal die Restrukturierung richtig abschließen, um potenziellen Investoren ein rundes Bild zu liefern", sagte Klaus Franz am Montag.
Er befürchtete, dass die Neuausrichtung von Opel schwieriger wird, wenn GM nach einem Börsengang unter Beobachtung der Kapitalmärkte steht, sagte er auf "Focus Online". "Der Druck wird dramatisch zunehmen", fügte er hinzu. GM wird voraussichtlich am 18. November an die Börse zurückkehren.
Ein gutes Jahr nach der Entscheidung von GM, Opel doch nicht zu verkaufen, sieht Franz seine damalige Skepsis bestätigt. Es gebe keinen Grund, Entwarnung für die Zukunft zu geben. "Der Zentralismus von vor der Krise ist weiterhin sehr ausgeprägt", sagte Franz. Es gebe in der Zusammenarbeit zu viel Bürokratie und Ineffizienz.
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