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Forbes-Liste: Bill Gates ist der reichste Mann der Welt

zuletzt aktualisiert: 12.03.2009 - 09:09

New York (RPO). Bill Gates ist wieder auf Rang eins der reichsten Menschen der Welt geklettert. Der Microsoft-Gründer kehrt damit nach einjähriger Abstinenz an die Spitze zurück. Der 53-Jährige löst nach den am Mittwoch veröffentlichten Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" in diesem Jahr US-Geschäftsmann Warren Buffett mit einem Vermögen von 40 Milliarden Dollar (etwa 31,3 Milliarden Euro) ab. Die Aldi-Brüder schafften es in die Top Ten der Superreichen.

Gates war im vergangenen Jahr erstmals nach 13 Jahren von Buffett von der Spitze der Liste verdrängt worden. Diesmal schaffte er wieder den ersten Platz, obwohl er nach eigenen Angaben in den vergangenen zwölf Monaten 18 Milliarden Dollar durch die Finanzkrise verloren hatte.

Auf Platz zwei der Liste steht in diesem Jahr der 78-jährige Buffett mit 37 Milliarden Dollar; bei ihm betrugen die Verluste 25 Milliarden Dollar. Wie schon im vergangenen Jahr ist der 68-jährige mexikanische Telekom-Magnat Carlos Slim auf Platz drei mit 35 Milliarden Dollar, auch er verlor 25 Milliarden Dollar.

Der jüngste Milliardär auf der berühmten Liste ist ein Deutscher: Der 25-jährige Albert von Thurn und Taxis wird mit 2,1 Milliarden Dollar geführt. Der Sohn von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis steht seit seinem achten Lebensjahr auf der jährlich erscheinenden "Forbes"-Liste. Aber erst mit seinem 18. Geburtstag im Jahre 2001 erbte der Rennfahrer das Familienvermögen. Das Durchschnittsalter der Milliardäre auf der Liste beträgt 63,7 Jahre.

"Die wichtigste Nachricht heute ist, dass wir noch hier sind und dass es noch immer Milliardäre gibt", sagte "Forbes"-Vizechefin Monie Begley in New York. Das Magazin führt insgesamt 793 Milliardäre auf - mit einem geschätzten Vermögen von 2,4 Billionen Dollar. Im Vorjahr hatte das Gesamtvermögen der Milliardäre weltweit mit 4,4 Billionen Dollar noch zwei Billionen Dollar mehr betragen. Damals gab es auch noch deutlich mehr Milliardäre: laut "Forbes" insgesamt 1125.

Aldi-Süd besser als Aldi-Nord

In die Top Ten der Superreichen schafften es diesmal beide Aldi-Brüder. Dabei landete Karl Albrecht mit einem Vermögen von 21,5 Milliarden Dollar auf Platz sechs. Damit konnte sich der 89-Jährige - im Vorjahr gerade noch auf Platz zehn - auf der Liste deutlich verbessern.

Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Theo kam mit 18,8 Milliarden Dollar diesmal auf den neunten Platz im Vergleich zu Platz 16 im vergangenen Jahr. Das Vermögen schrumpfte aber bei fast allen Milliardären durch die Finanzkrise deutlich. Der einzige unter den 20 reichsten Menschen der Welt, der keine Verluste machte, war der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg.

Der reichste Europäer auf der Liste ist Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. Das Vermögen des Schwedens und seiner Familie wird auf 22 Milliarden Dollar geschätzt. Dies reicht für Platz fünf der Liste. Unter den 25 reichsten Europäern ist auch die Erbin der Industriellendynastie Quandt, Susanne Klatten, die wegen der Erpressung durch einen Ex-Liebhaber in die Schlagzeilen geriet.

Zehn der 20 reichsten Menschen der Welt kommen aus den USA. New York ist in diesem Jahr wieder die Stadt mit den meisten Milliardären (55), im Vorjahr war es noch die russische Hauptstadt Moskau. Die britische Hauptstadt London schaffte es diesmal mit 28 Milliardären auf Platz zwei, Moskau mit 27 auf Platz drei.

Russland verlor im Zuge der Finanzkrise fast zwei Drittel seiner Milliardäre. Nach 87 im Vorjahr sind es 2009 nur noch 32. Kein einziger Russe schaffte es in die Top 20 der reichsten Menschen der Welt, 2008 waren es noch vier gewesen.

Auch in Indien wurden die Superreichen weniger: Nach 53 Milliardären im Vorjahr waren es in diesem Jahr nur noch 24. Der Stahlproduzent Lakshmi Mittal war nur einer von zwei Indern, die es in diesem Jahr in die Top 20 schafften.

Auf der Liste findet sich auch der mexikanische Drogenbaron Joaquin Guzman Loera mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde Dollar. Der mächtige Drogenboss ist 54 Jahre alt.

Quelle: AFP

 
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