Neue Studie: Bis 2010 leichte Steigerung bei Renten
zuletzt aktualisiert: 27.06.2007 - 17:12Landshut (RPO). Rentner in Deutschland können auch in den kommenden Jahren mit geringen Rentenerhöhungen rechnen. Nach der Anhebung um 0,54 Prozent zum 1. Juli seien ähnliche Anpassungen auch 2008 bis 2010 zu erwarten, stellt die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, Annelie Buntenbach, in Aussicht.
Der Beitragssatz von 19,9 Prozent dürfte bis 2010 stabil bleiben. Die Rentenversicherung habe eine Rücklage von 9,7 Milliarden Euro oder 0,6 Monatsausgaben aufgebaut.
Heute 45-jährige Männer in Westdeutschland werden im Alter aber mit sechs Prozent weniger netto auskommen müssen als die heute 65-Jährigen. Das geht aus einer Studie von TNS Infratest für die Deutsche Rentenversicherung hervor. Im Gegensatz dazu sei das durchschnittliche Nettoalterseinkommen der 45-jährigen Frauen im Westen voraussichtlich um acht Prozent höher als bei Frauen des Jahrgangs 1942.
In Ostdeutschland seien die Anwartschaften der Jüngeren generell niedriger als die der Älteren. Dies werde aber durch eine höhere private Altersvorsorge, Betriebsrenten oder Beamtenversorgung in etwa ausgeglichen.
Nach anfänglicher Skepsis sparen immer mehr Bundesbürger eine Riester-Rente an, wie der Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Herbert Rische, sagte. Seit April 2006 seien 2,3 Millionen Riesterverträge abgeschlossen worden, der Gesamtbestand sei auf fast 8,5 Millionen Verträge gestiegen. Seit Februar 2003 habe der Staat insgesamt 1,9 Milliarden Euro an Zulagen ausgezahlt.
Die Förderung wirke gezielt, Geringverdiener, Frauen und Familien seien deutlich überrepräsentiert, sagte Rische. Diese Personengruppen könnten oft erst mit der Förderung eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen.
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