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Tarifabschluss: Bis zu 3,5 Prozent mehr Lohn im Baugewerbe

zuletzt aktualisiert: 31.03.2007 - 09:50

Berlin (RPO). Der Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe ist unter Dach und Fach: Die 680.000 Bau-Beschäftigten erhalten bis zu 3,5 Prozent mehr Lohn. Darauf einigten sich die Arbeitgeber und die Industriegewerkschaft BAU am frühen Samstagmorgen nach einem mehr als 16-stündigen Verhandlungsmarathon in Berlin, wie beide Seiten mitteilten.

Der Tarifvertrag tritt am 1. Mai in Kraft und gilt für zwölf Monate, für die Lohnerhöhung wurde ein Nullmonat vereinbart. Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis, das nach der insgesamt vierten Verhandlungsrunde zu Stande kam.

Die Arbeitgeber erklärten, in der Lohnerhöhung enthalten sei eine Einmalzahlung in Höhe von 0,4 Prozent, die betrieblich aushandelbar sei. Die langfristig wirksame Lohnerhöhung betrage deshalb 3,1 Prozent. Auch die Ausbildungsvergütungen werden um 3,1 Prozent erhöht. Zudem einigten sich die Tarifparteien auf eine Erhöhung der Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung. Nach Jahren magerer Tarifabschlüsse in der krisengeschüttelten Branche war die Gewerkschaft mit der Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld in die Tarifverhandlungen gegangen.

"Ich bin froh, dass wir dieses Ergebnis erreichen konnten. Nun geht es nach Überwindung der über zehn Jahre andauernden Baukrise auch für die Arbeitnehmer wieder aufwärts", erklärte Gewerkschaftschef Klaus Wiesehügel. Arbeitgeber-Verhandlungsführer Thomas Bauer erklärte, wegen des in der Vereinbarung enthaltenen Nullmonats liege die tatsächliche Belastung für die Unternehmen in einer noch akzeptablen Höhe. "Das Ergebnis ist vertretbar. Ich hoffe, dass sich die Ertragssituation auf Grund der anziehenden Baukonjunktur spürbar verbessert", erklärte Bauer.

Damit ist nach der Einigung in der Chemieindustrie der zweite große Tarifabschluss des Jahres unter Dach und Fach. In der mit Abstand größten deutschen Industriebranche, der Metall- und Elektroindustrie mit ihren 3,4 Millionen Beschäftigten, dauern die Verhandlungen noch an.

Quelle: ap

 
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