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Nach Schließung des Nokia-Werks: Blackberry-Hersteller schafft in Bochum neue Jobs

zuletzt aktualisiert: 23.04.2008 - 11:40

Düsseldorf (RPO). Der kanadische Hightech-Konzern Research in Motion (RIM) kommt nach Bochum. Das Unternehmen will dort ein europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnen. Zunächst sollen 140 bis 180 neue Arbeitsplätze entstehen - 60 bis 70 Prozent davon gehen an ehemalige Nokia-Mitarbeiter.

Das Unternehmen, das das Blackberry-Smartphone herstellt, habe bereits Wachstumspläne für den Standort für bis zu 500 Mitarbeiter. In dem Forschungszentrum soll die Hard- und Software-Entwicklung für Smartphones von RIM vorangetrieben werden, wie RIM-Vizepräsident Thorsten Heins sagte. Die Höhe der Investitionen für den neuen Standort bezifferte er auf 45 Millionen US-Dollar (rund 28 Millionen Euro) im ersten Jahr.

Als Gründe für die Ansiedlung in Bochum nannte der RIM-Vizepräsident die Nähe zu großen Kunden wie Vodafone in Düsseldorf und T-Mobile in Bonn. Eine Rolle habe auch die Nähe zur Bochumer Ruhr-Universität gespielt. "Wir sind froh, nach Deutschland zu kommen", sagte Heins.

Das kanadische Unternehmen habe für sein europäisches Forschungszentrum zunächst auch drei weitere deutsche Standorte sowie einen im europäischen Ausland in Betracht gezogen, sich letztlich aber für Bochum entschieden.

Die Entscheidung für die Ruhrgebietsstadt habe nichts mit der Schließung des Bochumer Werks des finnischen Handyherstellers Nokia zu tun, betonte Heins. Auf Anfrage sagte er, dass rund 60 bis 70 Prozent der künftigen Mitarbeiter des Forschungszentrums frühere Mitarbeiter des Enwicklungszentrums von Nokia sein würden.

Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) zahlt das Land für die Ansiedlung des RIM-Forschungszentrums keinerlei Subventionen.

Quelle: afp

 
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