Trotz Finanzkrise: BNP Paribas macht drei Milliarden Euro Gewinn
zuletzt aktualisiert: 26.01.2009 - 15:16Paris (RPO). Gute Nachrichten für die gebeutelte Bankenwelt: Die größte französische Bank BNP Paribas rechnet infolge der Finanzkrise zwar für das vierte Quartal mit einem Verlust von 1,4 Milliarden Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 werde trotzdem ein Gewinn nach Steuern von 3 Milliarden Euro erwartet.
Dies teilte das Unternehmen am Montag mit. Dennoch will die Bank erneut eine staatliche Kapitalspritze von 2,55 Milliarden Euro in Anspruch nehmen.
Die Aktie des Unternehmens stieg in Paris zeitweise um über 11 Prozent. Die Bank hatte bereits im Dezember eine staatliche Kapitalspritze gleicher Höhe bekommen. Die Geschäftszahlen sollten eigentlich erst am 19. Februar vorgelegt werden. Sprecher Jonathan Mullen erklärte jedoch, die Bank wolle mit der frühzeitigen Veröffentlichung der Schätzung angesichts der nervösen Märkte für größtmöglichste Transparenz sorgen.
Die "extremen" Marktbedingungen haben im vierten Quartal zu Abschreibungen in Höhe von 400 Millionen Euro und einem Verlust in den Sparten Großkundengeschäft und Investmentbanking von 2 Milliarden Euro geführt, wie Frankreichs größte Bank mitteilte. Das Privatkundengeschäft und die Vermögensverwaltung entwickelten sich aber gut, hieß es. Daher könne im Gesamtjahr ein Gewinn erwirtschaftet werden.
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