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Der Börsengang der Bahn ist eine unendliche Geschichte, die von der Politik schon mehr als anderthalb Jahrzehnte diskutiert wird. Derzeit liegt die Privatisierung wegen der Finanzkrise vorerst auf Eis. Nun hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) grundsätzliche Bedenken gegen den Börsengang des Unternehmens geäußert.
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17. Dezember 1993: Nach dem Bundestag billigt nach langem Streit auch der Bundesrat die Bahnreform und damit die schrittweise Privatisierung des Konzerns.
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1. Januar 1994: Aus der Reichsbahn der ehemaligen DDR und der Bundesbahn wird die Deutsche Bahn AG, ein privatrechtliches Unternehmen in staatlicher Hand. In den folgenden Jahren baut die Bahn das Geschäft mit dem Ziel eines Börsengangs um.
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16. Dezember 1999: Hartmut Mehdorn wird Bahn-Chef. Er soll das Staatsunternehmen fit für den Börsengang machen.
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4. September 2004: Mehdorn konkretisiert seine Börsenpläne. Demnach soll der Staatskonzern 2006 an die Börse rollen. In den folgenden Wochen muss Mehdorn das Vorhaben jedoch zunächst begraben, da er sich einer Allianz von Verkehrspolitikern, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden gegenüber sieht.
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17. Januar 2006: Der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) legt ein vom Parlament angefordertes Gutachten zu den Privatisierungsvarianten der Bahn vor. Demnach wäre ein Börsengang mit dem Netz - als vor allem Bahnhöfen und Schienen - frühestens 2007 möglich. Eine Loslösung des Netzes hingegen bedeute eine Verzögerung um drei bis fünf Jahre.
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Sommer und Herbst 2006: Union und SPD ringen monatelang um ein Modell für den Börsengang. Bei den zahlreichen und immer komplexeren Vorschlägen geht es im Kern darum, wieviel Einfluss der Bund nach dem Börsengang noch hat.
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10. November 2006: Die große Koalition aus Union und SPD einigt sich schließlich doch noch auf eine Teilprivatisierung der Bahn. Der Börsengang soll nun so schnell wie möglich in die Wege geleitet werden.
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28. Oktober 2007: In der SPD bleibt der Börsengang umstritten. Auf einem Parteitag billigen die Delegierten zwar die Teilprivatisierung im Grundsatz, legen aber fest, dass die Bahn nur mit stimmrechtslosen Volksaktien privatisiert werden soll, um so die Kontrolle des Bundes über das Unternehmen zu sichern. Die Union ist gegen den Plan.
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30. Mai 2008: Der Bundestag stimmt der Bahn-Privatisierung schließlich zu. Den Koalitionsfraktionen fehlen jedoch 90 Stimmen aus den eigenen Reihen. Privatisiert werden sollen dem Beschluss zufolge zunächst 24,9 Prozent des Personen- und Güterverkehrs. Der Börsengang soll voraussichtlich im Herbst stattfinden.
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26. September 2008: Es wird konkret: Die Bahn teilt mit, dass der erste Handelstag für die Aktien der Verkehrssparte DB Mobility Logistics (DB ML) für den 27. Oktober geplant ist.
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9. Oktober 2008: Die Finanzkrise reißt die Börsen weltweit in den Abgrund, die Bundesregierung stoppt die Privatisierung der Bahn daher in letzter Sekunde. "Wir werden das Vermögen des Bundes nicht zur Unzeit an den Kapitalmarkt bringen", erklärt der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD).
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26. Oktober 2009: Die neue Regierung aus Union und FDP unterzeichnet den Koalitionsvertrag. Darin heißt es: Sobald es der Kapitalmarkt zulasse, werde eine "schrittweise" Privatisierung der Bahn eingeleitet.