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Dubai-Krise bremst Pläne: Börsengang von Hochtief-Tochter geplatzt

zuletzt aktualisiert: 04.12.2009 - 10:52

Essen (RPO). Deutschlands größter Baukonzern Hochtief hat in letzter Minute den Börsengang seiner Flughafentochter Concessions abgesagt. Das Kapitalmarktumfeld habe sich durch die Dubai-Krise und die dadurch ausgelösten Verwerfungen an den internationalen Kapitalmärkten entscheidend verschlechtert, begründete der Konzern seinen Rückzieher. Ursprünglich hätte die neue Aktie am Freitag erstmals an der Frankfurter Börse notiert werden sollen.

Wann ein zweiter Anlauf zur Platzierung der Aktie versucht werden könnte, ließ der Konzern zunächst offen: "Das lässt sich aus heutiger Sicht nicht beurteilen und wir setzen keine Spekulationen in die Welt", sagte Unternehmenssprecher Christian Gerhardus am Freitag der AP.

Der Baukonzern hatte sich von dem Börsengang des Tochterunternehmens, das Beteiligungen an Flughäfen, Mautstraßen und Schulen hält, Erlöse von bis zu einer Milliarde Euro versprochen. Doch war dieses Ziel angesichts der jüngsten Wirtschaftsturbulenzen offenbar nicht mehr zu erreichen. Konzernchef Herbert Lütkestratkötter betonte mit Blick auf den geplatzten Börsengang, der Anspruch von Hochtief sei es stets gewesen, "in keinem Fall unter unseren Wertvorstellungen zu verkaufen".

Keine hohen Kosten für Hochtief

Der Konzern stehe nach seinen Worten unter keinerlei Druck, verkaufen zu müssen. Für das weitere Wachstum der Gesellschaft habe der nicht erfolgte Börsengang keine wesentlichen Auswirkungen. Concessions-Chef Peter Noé ergänzte: "Unsere Finanzierungslinien stehen - auch ohne einen Börsengang".

Die Zeichnungsfrist für die Concessions-Aktie war am Donnerstagabend um 18.00 Uhr abgelaufen und brachte nicht das erhoffte Ergebnis. Im Konzern hieß es, die Dubai-Krise habe wieder zu wachsendem Misstrauen an den Kapitalmärkten und einem defensiveren Anlageverhalten geführt. Das sei für den geplanten Börsengang nicht förderlich gewesen.

Die Kosten für das missglückte Abenteuer dürften sich für den Konzern allerdings in Grenzen halten. Wie aus informierten Kreisen zu erfahren war, basierte die Bezahlung der eingeschalteten Banken im Wesentlichen auf Erfolgshonoraren, die nun wohl nicht fällig werden.

Die Börse reagierte gelassen. Zwar startete die Hochtief-Aktie mit einem Minus von mehr als zwei Prozent in den Tag, konnte die Verluste aber schnell wieder wettmachen und stand am Freitagmittag sogar um mehr als ein Prozent im Plus.

Quelle: AP/felt

 
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